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Xanten: CDU-Kandidat Thomas Görtz teilt deftig aus

Xanten : CDU-Kandidat Thomas Görtz teilt deftig aus

Beim Politischen Aschermittwoch bekamen gestern vor allem Herbert Dissen und Hans-Jürgen Thiele ihr Fett weg. Sie seien "Politik-Dinosaurier", deren Art die Menschen in Xanten nicht mehr wollen.

Bisher war Thomas Görtz eher der Versöhner, der als CDU-Bürgermeisterkandidat auf alle Gruppen zugeht und ihnen die offene Hand reicht. Gestern Abend zeigte er, dass er diese Hand auch zur Faust ballen und auf den Tisch hauen kann. Beim Politischen Aschermittwoch der CDU zog er deftig und deutlich über den politischen Gegner her. Zwei bekamen besonders ihr Fett weg: Herbert Dissen und Hans-Jürgen Thiele, laut Görtz "Politik-Dinosaurier", die "eine Art von Politik verkörpern, die die Menschen hier nicht mehr wollen. Sie haben nur noch nicht gemerkt, dass Sie aussterben und die Zeit an Ihnen vorbeigezogen ist."

Die CDU-Mitglieder im Landhaus Spickermann hatten mächtig Spaß an diesem neuen Görtz. "Motzen, meckern, nörgeln," so laute immer wieder "die alte Leier der beiden Politiksenioren". Doch beide hätten einfach keine Munition. Görtz: "Jetzt versuchen sie, mit kleinkarierter Erbsenzählerei, doch noch irgendein Haar in der Suppe zu finden, jedoch ohne Erfolg."

Die FBI zerbrösele langsam, wie der Abgang von Christiane Krug zeige. Görtz erinnerte Dissen an das "Jägermeister-Lied" der Toten Hosen: ".. und da waren es nur noch drei in der FBI-Fraktion." Lob gab es dagegen für die SPD. Dort hätten einige schon verstanden, dass die "Thiele-Art, Politik zu machen, abgelaufen ist". Und er wagte den Vergleich zur eigenen Partei: "Man stelle sich vor, unser Fraktionsvorsitzender hätte bei der Kandidatenaufstellung einen Gegenkandidaten bekommen und wäre bei Listenplatz 5 mit nur einer Stimme Unterschied so gerade noch durchgerutscht... Daran sieht man, dass auch in der SPD die Ära Thiele längst zu Ende geht. Nur er selbst hat das noch nicht mitgekriegt."

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Ohne ihn beim Namen zu nennen, ging er auch auf seinen unabhängigen Gegenkandidaten Peter Bullmann ein. Natürlich müsse ein Bürgermeister auch schützenfest- und karnevalstauglich sein, so Görtz nach seinen Erfahrungen in den Karnevalstagen. "Aber die Steuerzahler und auch die Mitarbeiter des Rathauses haben Anspruch auf eine professionelle Verwaltungsleitung. Als Bürgermeister musst Du in einer so kleinen Verwaltung oft auch schon mal selbst mit in den Maschinenraum und selbst ran. Und dabei sollte man wissen, was man tut. Die Ende Mai freiwerdende Stelle im Rathaus ist keine Ausbildungsstelle, auf der man dann mal eben so Bürgermeister lernen kann." Die neue Stadtspitze müsse direkt durchstarten können.

Seine Parteifreunde fordert er auf, optimistisch aber nicht übermütig die nächsten 81 Tage anzugehen und die Menschen davon zu überzeugen, "dass wir nicht nur die bessere, sondern die beste Wahl für Xanten sind."

Eingangs hatte Stadtverbandsvorsitzender Wilhelm Janßen auch den Blick zurück auf McDonald's und die Mauer geworfen. "Die Einsicht hat gesiegt", sagte er. Neue Erfahrungen dieser Art brauche die CDU in nächster Zeit aber nicht.

Mehr zum Wahlprogramm der CDU und zur Rede des Europapolitikers Herbert Reul am Freitag in der RP.

(RP)