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Bürgermeister-Wahl 2020 in Xanten: Das sagen SPD, FBI, BBX und die Grünen

Bürgermeisterwahl 2020 : Die Pläne der Anderen

Die Grünen und die BBX stellen sich gegen Thomas Görtz (CDU), der bei der Kommunalwahl 2020 wieder als Bürgermeister kandidieren will. Die FBI warnt dagegen vor einer Personaldebatte, die alles andere überlagern könne.

Thomas Görtz hat vorgelegt: Gut 20 Monate vor der Kommunalwahl kündigte der CDU-Politiker an, dass er Bürgermeister von Xanten bleiben will und 2020 wieder kandidieren wird. Grundsätzlich stehen seine Chancen gut: Bei der Wahl 2014 erreichte der CDU-Politiker knapp 54 Prozent, und seine Partei wurde mit Abstand die stärkste Fraktion im Stadtrat.

Aber die SPD, die FBI, die BBX und die Grünen erhielten vor fünf Jahren immerhin so viele Stimmen, dass sie zusammen mehr Sitze im Rat haben als die Christdemokraten. Es gibt also ein Wählerpotenzial abseits der CDU. Aber was planen die vier Parteien für die Kommunalwahl 2020? Das haben wir sie gefragt – und das sind ihre Antworten.

SPD: „Es ist noch reichlich Zeit bis zur Kommunalwahl“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Olaf Finke. Seine Partei werde sich erst im Laufe des Jahres mit der Frage beschäftigen, ob sie einen eigenen Bürgermeisterkandidaten nominiere. „Wir haben keinen Zeitdruck.“ Grundsätzlich könne die SPD „eine hervorragende Alternative anbieten“. Er schließe aber auch nicht aus, dass es einen gemeinsamen Kandidaten mehrerer Parteien geben werde: „Wenn es die passenden Gesprächsangebote gibt.“

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FBI: Peter Hilbig warnt vor einer Personaldebatte, durch die andere Fragen in den Hintergrund geschoben werden könnten. „Xanten muss handlungsfähig bleiben“, fordert der Fraktionsvorsitzende der Freien Bürger-Initiative Xanten (FBI). Die anstehenden Entscheidungen sollten „unbelastet von der Frage einer Bürgermeisterkandidatur 2020 sein“. Seine Partei werde sich rechtzeitig positionieren. „Aber 20 Monate vor den Wahlen wollen wir die Zeit für eine gute Sacharbeit nutzen.“

Grüne: Die Partei bekräftigt ihr Angebot an die anderen Parteien, einen gemeinsamen Kandidaten gegen Görtz ins Rennen zu schicken. Dazu habe es aber noch keine Gespräche gegeben, sagte Vorstandssprecher Frank Seitz. Er könne auch noch keine Aussage dazu machen, ob es einen eigenen grünen Bewerber geben werde. Sicher sei aber, dass die Grünen die Kandidatur von Thomas Görtz „nicht unterstützen“. Die Vorstellungen des CDU-Politikers wichen zu sehr von grüner Politik ab.

BBX: Die Partei geht mit Görtz hart ins Gericht. Er lehne regelmäßig die Anträge der Bürgerbasis Xanten (BBX) ab. „Der amtierende Bürgermeister kann nicht erwarten, dass er von uns unterstützt wird“, kündigten die beiden BBX-Stadträte Werner Paessens und Matthias Voll an. Es sei aber noch zu früh, um über die Kommunalwahl im nächsten Jahr zu sprechen. Deshalb könnten sie das „Hervorpreschen des Bürgermeisters“ auch nicht verstehen. Die BBX werde „rechtzeitig“ bekanntgeben, ob sie einen eigenen Kandidaten ins Rennen ums Rathaus schicke oder mit anderen Parteien einen gemeinsamen Herausforderer für Görtz aufstelle. „Darüber lassen wir unsere Mitglieder entscheiden.“