Xanten: Bücherschrank kennt keine Schließzeit

Xanten: Bücherschrank kennt keine Schließzeit

Innogy setzt in Menzelen einen weiteren Punkt für die kulturelle Infrastruktur einer ländlichen Gemeinde.

Gute Bücher wirft man nicht einfach weg - stattdessen werden sie oft und gerne geteilt. Diese Möglichkeit haben nun auch Menzelner Bürger mit dem Bücherschrank. Das System ist einfach: Jemand stellt seine bereits gelesenen Bücher in den nicht abgeschlossenen Schrank, andere nehmen sie sich bei Bedarf heraus, um sie zu lesen oder zu verschenken.

Das Stadtmöbel steht jetzt auf dem Marktplatz in Menzelen und ist der 156. Schrank, den der Energieversorger innogy in Deutschland bereits aufgestellt hat, darunter auch einen in Xanten und einen am Entenmarkt in Rheinberg. Damit gewinnt auch die Leaderregion "Niederrhein". Der Schrank in Menzelen-Ost gehört einer neuen Baureihe an, die mit zahlreichen Verbesserungen gegenüber dem vorherigen Modell ausgestattet ist.

Äußerlich hat sich der Schrank durch eine runde und weichere, insgesamt schlankere Form verändert. Er besteht aus Cortenstahl und passt sich optisch verträglich dem öffentlichen Raum an. Durch eine bessere Aufteilung gibt es jetzt ein Fach mehr, so dass das unten liegende Fach für Kinderbücher zielgruppengerecht erreichbar ist. Der Schrank kann insgesamt 320 Bücher aufnehmen.

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"Der Bücherschrank ist ein tolles Angebot, mit dem wir das dörfliche Miteinander beleben und die Kultur des Teilens unterstützen", sagt Vize- Bürgermeister Kurt Verhülsdonk. Dirk Krämer von innogy ergänzt: "Als Partner der Gemeinde kümmern wir uns nicht nur um die Stromnetze. Mit dem Bücherschrank engagieren wir uns auch für die kulturelle Infrastruktur."

Der Vorteil des neuen Angebots liegt auf der Hand: Nicht nur, dass der Bücherschrank rund um die Uhr geöffnet ist, er greift auch die gesellschaftliche Aufgabe des Teilens auf. Innogy unterstützt insbesondere ländliche Kommunen mit der Initiative offener Bücherschrank. Der Bücherschrank ist Treffpunkt für alle Generationen, er macht die Dorf- und Marktplätze attraktiver und nutzt das ausgeprägte ehrenamtliche Engagement. In Menzelnen übernimmt Helmut Giesen von der Dorfwerkstatt die Patenschaft für den Bücherschrank. Er kommt regelmäßig vorbei und kümmert sich um die Ordnung im Schrank.

Die kleine Bibliothek ist aus vielen Gründen beliebt: Sie entspricht dem Trend der "Sharing Economy" - Teilen ist das neue Haben. Zudem ist sie eine literarische Fundgrube, die 24 Stunden offen steht. Damit passt der Bücherschrank in eine Zeit, in der Flexibilität großgeschrieben wird und Dienstleistungen rund um die Uhr in Anspruch genommen werden. Das Möbel wurde vom Kölner Architekten Hans-Jürgen Greve entworfen. www.innogy.com/buecherschraenke

(bp)