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Brücke am Mölleweg in Xanten: Hüslkens sieht alle Anforderungen erfüllt

Hülskens antwortet der Stadt : Xantens Brücken-Streit geht weiter

Die Stadt Xanten und die Firma Hülskens streiten darüber, welches Gefälle die geplante Brücke am Mölleweg haben soll. Anders als Verwaltung und Politik sieht das Unternehmen alle Anforderungen durch die überarbeiteten Pläne erfüllt.

Im Streit mit der Stadt Xanten um die geplante Brücke am Mölleweg erinnert die Firma Hülskens daran, dass die ursprünglichen Pläne eine stärkere Neigung vorsahen, als jetzt von ihr vorgesehen sind. Damals seien sechs Prozent Gefälle geplant gewesen, das habe der Kreis Wesel auch mit Zustimmung des Rates genehmigt, teilte das Unternehmen mit. Damit habe die Brücke den Vorgaben der Din 18040-3 für barrierefreies Bauen im Außenbereich entsprochen. Die Neigungswinkel seien dann noch einmal „optimiert“ worden. In Teilen der Brücke betrügen sie nun drei Prozent und im Durchschnitt nicht mehr als 4,5 Prozent. „In jedem Fall ist daher sichergestellt, dass die Brücke auch für Bürgerinnen und Bürger mit eingeschränkter Mobilität leicht und verkehrssicher genutzt werden kann.“

Die Firma widersprach damit Befürchtungen der Xantener Politik. Diese hat sich insgesamt für drei Prozent ausgesprochen und ihre Forderung damit begründet, dass 4,5 Prozent ein Problem für Menschen mit körperlichen Einschränkungen sein könnten. Die Stadt schickte eine entsprechende Stellungnahme an die Genehmigungsbehörde, den Kreis.

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In der Mitteilung schrieb Hülskens auch, dass es für die Firma keine gesetzliche Pflicht zum Bau einer Brücke nach dem Kies-Abbau gebe, sie sich aber mit der Stadt darauf verständigt habe, obwohl damit höhere Kosten für sie verbunden seien. „Wir würden uns freuen, wenn dies auch von den Bürgerinnen und Bürgern positiv aufgenommen wird“, schrieb Hülskens. „Das war nämlich von Anfang an unsere Absicht.“

(wer)