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Bislicher Insel: Stadt Xanten will Sperrung für Straßenarbeiten nutzen

Sanierung des Eyländer Weg : Stadt will Sperrung für Straßenarbeiten nutzen

Im Hauptausschuss fand die Idee allerdings kaum Fürsprecher, weil die Maßnahme im Haushalt der Stadt einen Großteil des Budgets aufzehren würde.

Es lag doch eigentlich so nahe, die Arbeiten an der Göth-Schleuse auf der Bislicher Insel mit der Sanierung des Eyländer Wegs zu verbinden. Denn durch die Arbeiten durch den Deichverband muss die Straße ohnehin für rund zwei Monate gesperrt werden. Doch diese Maßnahme würde im Haushalt der Stadt einen Großteil des Budgets aufzehren, das insgesamt in diesem Jahr für die Straßeninstandhaltung angesetzt ist. Dann bliebe für andere Arbeiten kaum Geld übrig. Darum fand das Projekt im Hauptausschuss kaum Fürsprecher.

Entschieden ist jedoch noch nichts, der Rat wird über den Vorschlag der Verwaltung am Dienstag entscheiden. Dann wird es auch darum gehen, ob die Stadt für ein späteres Glasfaserkabel ein Leerrohr legen lassen wird. Sie könnte es später an einen Glasfaserbetreiber vermieten. Das wäre für das Unternehmen preiswerter, als selbst das Rohr verlegen zu müssen.

Insgesamt stehen für die Instandhaltung von städtischen Straßen – die ländlichen Wege ausgenommen – 150.000 Euro zur Verfügung. Davon müssten für eine Instandsetzung des Eyländer Wegs bereits 130.000 Euro abgezweigt werden. Aber diese Straße stehe auf der Prioritätenliste nicht oben, so CDU-Fraktionsvorsitzender Pankraz Gasseling. „Darum kann die CDU-Fraktion dem mehrheitlich nicht zustimmen.“

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Der Eyländer Weg ist derzeit gesperrt. Eine Behelfsbrücke oder die Nutzung einer Furt sei nicht gestattet worden, sagten vor kurzem Vertreter der Stadt im Planungsausschuss. Eine Umleitung über die Landstraße 460 und Bundesstraße 57 ist ausgeschildert, und diese Beschilderung sei nachträglich verbessert worden, sagte der Vorstand des Dienstleistungsbetriebs Xanten (DBX), Harald Rodiek. Das betreffe besonders Radfahrer, die mit der Fähre von Wesel zur Bislicher Insel übersetzen. „Bislang war es etwas unglücklich.“

Die Bauarbeiten an der Schleuse während der Radfahrsaison war auf Kritik bei Ausflüglern und Anwohnern gestoßen. Doch die Sanierung habe nicht aufgeschoben werden können, die Standfestigkeit der Schleuse könne langfristig nicht garantiert werden, heißt es dazu vom Deichverband. Da es sich um ein Naturschutzgebiet handle, sei eine Behelfsbrücke schwer umsetzbar.