Birtens CDU-Vorsitzender Thomas Janßen tritt aus CDU Xanten aus

Kommunalpolitik in Xanten : Birtens CDU-Vorsitzender Thomas Janßen verlässt Partei

Nach Rainer Groß und Petra Strenk verliert die CDU in Xanten mit Thomas Janßen schon den dritten Funktionsträger innerhalb weniger Wochen.

Der Vorsitzende der CDU Birten, Thomas Janßen, hat nun ebenfalls seinen Parteiaustritt erklärt und zugleich sein Amt im Ortsverband niedergelegt. Allerdings möchte er sich über Bürger­anträge weiter politisch engagieren. Damit hat innerhalb von zwei Monaten der dritte Funktionsträger der CDU den Rücken gekehrt. Zum 1. Dezember hatte Rainer Groß sein Ratsmandat zurückgegeben. Ratsfrau Petra Strenk war in der vorigen Woche aus Fraktion und Partei ausgetreten.

Janßen, der den Ortsverband Birten fünf Jahre geführt hat, begründete seinen Schritt damit, dass er „in Form und Stil mit großen Teilen der CDU-Fraktion und CDU-Amtsträgern“ nicht übereinstimme. „Rückblickend gibt es zu viele Geschehnisse, um unbelastet weiter zusammenzuarbeiten.“ Damit spielt er auf den Streit in der CDU in den vergangenen Monaten an.

Allerdings will Janßen sich weiter für Xanten und Birten einsetzen. „Unterm Strich ist es mir wichtig, meine Energie so einzusetzen, dass man offen und ehrlich auch unbequeme Themen ansprechen kann. Nur so kann man diese auch lösen. Deswegen möchte ich den Blick nach vorn und nicht zurück richten.“

Besonders am Herzen liege ihm das, was die Ortschaft ausmache und über Jahre gewachsen sei. Die Pläne zum Abriss der früheren Grundschule, statt der Umsiedlung des Kindergartens dorthin seien ein typisches Beispiel für die schlechte Nutzung von Ressourcen im Stadtgebiet. Kritik übt er zudem an der Umweltschutzpolitik in der Stadt. Es sei nicht genug an Umwelt- und Hochwasserschutz gedacht worden.

Der Stadtverbandsvorsitzende Jens Lieven bedauerte gegenüber der Redaktion den Partei-Austritt des Birteners. Er habe ihn vergebens gebeten, diesen Schritt noch einmal zu überdenken, sagte er. In den letzten Tagen habe es weitere Austritte gegeben. In einem Interview mit der Redaktion vor zwei Wochen hatte Lieven noch „von einer Handvoll“ gesprochen. „Es sind ein paar mehr geworden“, meinte er jetzt. Aber zugleich gebe es auch Eintritte. Wobei die Zahl der Austritte noch überwiege.