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Biberdamm in der Sonsbecker Ley macht Probleme

Damm in der Ley sorgt für Rückstau : Sonsbeck hat ein Biber-Problem

Das geschützte Nagetier hat in der Ley in Sonsbecks Ortsmitte einen Damm gebaut, der zu Überschwemmungen führen kann. Deshalb wurde ein Stück abgetragen. Jetzt wird nach der Biberburg gesucht.

Anfang April in der Woche vor Ostern wurde er erstmals entdeckt, der Damm aus Zweigen und Baumstämmen in der Ley mitten im Sonsbecker Ortskern. Schnell war klar, dass da ein Biber im Bereich Rodekampsweg / Zur Licht am Werk ist. Die Gemeinde war alarmiert. Denn der natürliche Rückstau kann zum Problem werden, bei anhaltendem Starkregen zu Überschwemmungen führen. Am Dienstagmorgen wurden daher 35 Zentimeter des Damms über Stauhöhe abgetragen. „Der Biber hat sich eine ungünstige Stelle ausgesucht“, sagte Bürgermeister Heiko Schmidt.

Berthold von Quistorp beschäftigt sich seit Wochen mit dem Sonsbecker Biberdamm. Der Landwirt ist Vorsteher vom Wasser- und Bodenverband Kervenheimer Mühlenfleuth, dem die Gemeinde die Unterhaltung des Gewässers übertragen hat. „Wir wollen dem Tier nichts, aber es ist der falsche Ort für einen solchen Damm. Wenn wir ihn gewähren lassen, könnte auch das Grundwasser ansteigen“, erläuterte von Quistorp. Das Bauwerk des Nagers sei „an sich nicht schützenswert“, sondern allein der direkte Lebensraum, also die Biberburg. Eine Wohnhöhle ist bislang noch nicht entdeckt worden, meinte der Fachmann.

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Nach der Burg, deren Eingang unter der Wasseroberfläche liegt, werde weiter gesucht, jetzt mit Unterstützung der Biologischen Station. Sollte eine Burg gefunden werden, werde eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung beantragt, um das Nagetier umzusiedeln. Weiter abwärts der Ley gebe es genügend Raum, so von Quistorp.