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Biber baut nicht mehr: Stauwehr in der Sonsbecker Ley wieder verkleinert

Biber-Paar baut nicht mehr : Stauwehr in der Sonsbecker Ley wieder verkleinert

Die Erhöhung des Stauwehrs in der Sonsbecker Ley hat den vom Kreis Wesel gewünschten Effekt erzielt und die Biber vom Bauen abgehalten. Nun kam der oberste Balken wieder weg.

Der Wasser- und Bodenverband Kervenheimer Mühlenfleuth (WBKV) hat die Erhöhung des Stauwehrs in der Sonsbecker Ley am Freitag wieder zurückgebaut. Die künstliche Barriere war mit Genehmigung des Kreises Wesel vor zehn Tagen um zehn Zentimeter erhöht worden, damit sich die Biber an den Wasserpegel gewöhnen und ihren unablässigen Bau am Biberdamm unterlassen.

Der Damm wurde sukzessive geöffnet und schließlich ganz abgetragen. Tatsächlich haben die Nager ihn seitdem nicht wieder aufgebaut, wie WBKV-Vorsteher Berthold van Quistorp berichtet. „Ob das auch nach dem Rückbau am Wehr so bleibt, wird sich herausstellen“, ergänzt er. Die Aufstiegshilfen am Wehr bleiben bestehen, die nachträglich hinzugefügt wurden, um flugunfähigen Vögeln und anderen Tieren den Kostenpflichtiger Inhalt Übergang auf die jeweils andere Seite der Barriere zu ermöglichen.

Als dauerhafte Lösung sieht van Quistorp das Stauwehr allerdings nicht. „Es hat schon einige Schadensmeldungen beim Kreis Wesel gegeben“, erklärt er. Demnach sollen landwirtschaftliche Flächen durch das aufgestaute Wasser in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Es hätte Schäden an den Kulturen gegeben und Grünflächen seien zum Teil nicht mehr befahrbar. „Das Stauwehr ist momentan ein Kompromiss“, sagt van Quaistorp. „Aber wenn es im Herbst mehr Regen gibt, sollte die Barriere besser wieder raus.“

(beaw)