Xanten : Bewegte Bilder

Generalprobe für ein Orchester-Tanz-Projekt: "Bewegte Bilder"– frei nach Mussorgskis "Bilder einer Ausstellung" – erzeugten das große Orchester und das kleine Orchester des Stiftsgymnasiums mit der Tanz-AG der Schule.

Generalprobe für ein Orchester-Tanz-Projekt: "Bewegte Bilder"— frei nach Mussorgskis "Bilder einer Ausstellung" — erzeugten das große Orchester und das kleine Orchester des Stiftsgymnasiums mit der Tanz-AG der Schule.

Das Orchester beginnt zu spielen. Als die feierliche Musik der "Promenade" erklingt, kommt plötzlich Leben in die fünf Tänzerinnen, die bis dahin reglos zwischen den Musikern ausgeharrt haben. Im majestätischen Schreittanz treten sie aus dem Orchester hervor und durchmessen den Raum mit großen Schritten. Einige Augenblicke später ein Szenenwechsel. Aus den aufrecht schreitenden Tänzerinnen werden plötzlich kleine Gnome mit gebückten Rücken und schlackernden Armen. Auch die Musik hat jetzt einen ganz anderen Charakter.

Gemeinschaftsprojekt

"Bewegte Bilder" lautet der passende Titel eines Gemeinschaftsprojektes im Rahmen der Orchester-Tanzaufführungen am Städtischen Stiftsgymnasium. Das kleine und das große Orchester der Schule haben gemeinsam mit der Tanz-AG ein Programm erarbeitet, in dem instrumentale Musik und bewegte Bilder eine spannende Mischung eingehen.

Der Titel des Orchester-Tanz-Projektes bezieht sich auf das Hauptmusikstück "Bilder einer Ausstellung" von Modest Mussorgski. Der Komponist hat darin bildliche Eindrücke einer Kunstausstellung vertont. Diese werden vom Schulorchester live gespielt und zum Teil von den Tänzerinnen in Choreografien umgesetzt. "In diesem Stück gibt es verschiedene Charaktere und Bilder, die sich zum Vertanzen anbieten", so van Kempen. Neben dem Schreittanz bei der "Promenade" und dem buckeligen Gnom taucht unter anderem eine "Killer Queen" zum gleichnamigen Song und eine Hexe namens Baba-Yaga auf.

Proben seit Januar

Die Tänzerinnen der Jahrgangsstufen 12 und 13 proben seit Januar einmal wöchentlich. Erste gemeinsame Proben mit dem Großen Orchester fanden während eines zweitägigen Aufenthaltes auf der Wewelsburg bei Paderborn statt. Besonders interessant für alle Beteiligten ist das Zusammenspiel von Live-Musik und Tanz. "Musik vom Band klingt immer gleich. Ein Live-Orchester spielt ein Stück mal langsamer und mal schneller. Für die Tänzerinnen ist es schwieriger, sich darauf einzustellen", erklärt van Ravenstein. "Das Stück ist sehr reizvoll, da jeder Satz einen anderen Charakter hat. So kann man sehr gut in verschiedenen Besetzungen arbeiten", meint Orchesterleiter Christoph Thiel.

Zum Auftakt der Veranstaltung wird das Kleine Orchester mit vier Kompositionen zu hören sein. Das Große Orchester und die Tanz-AG werden sich auch mit jeweils eignen Darbietungen präsentieren.

(RP)
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