Vom Anlagenmarkt: Bei Fonds ist das Risiko geringer als bei Einzelanlagen

Vom Anlagenmarkt : Bei Fonds ist das Risiko geringer als bei Einzelanlagen

Es ist ein Rekord: Rund 29,5 Milliarden Euro schütten alleine die 30 im DAX vertretenen Unternehmen in diesem Jahr an Ihre Aktionäre aus. Dagegen meldeten die Renditen an den Rentenmärkten immer wieder neue Tiefststände. Trotz höherer Risiken rücken daher dividendenstarke Aktien immer mehr ins Blickfeld der Anleger, die im Niedrigzinsumfeld eine Alternative zu verzinslichen Anlagen suchen. Ausschüttungsstarke Aktien können nämlich das Depot stabilisieren, wenn der Markt einmal nach unten geht. Denn der Kurs von dividendenstarken Unternehmen schwankt häufig geringer als der Gesamtmarkt. Somit sind sie für Anleger eine Alternative. Denn wer sich zum ersten Mal an Aktien heranwagt, hat mit dividendenstarken Aktien tendenziell ein etwas geringeres Risiko. Schütten die Unternehmen lange stabile Dividenden aus, zeigt das auch Stärke und Zuversicht des Unternehmens in die eigene Zukunft. Viele europäische Firmen profitieren derzeit von niedrigen Energiepreisen, der verbesserten Wirtschaftslage und Erleichterungen bei der Kreditvergabe. Dazu kommt der schwache Euro, der besonders für exportorientierte Unternehmen von Vorteil ist. Das fördert Aussichten auf steigende Gewinne. Die Auswahl einzelner Aktien, die von diesem Umfeld profitieren, ist für Anleger jedoch mitunter schwierig. Abhilfe bieten Fonds, bei denen Spezialisten die Qualität der Unternehmen untersuchen und prüfen, ob sie langfristig hohe Dividenden zahlen können. Durch die Vielzahl der Aktien in einem Fonds ist das Risiko geringer als bei der Einzelanlage. Möglich ist dies bereits mit kleinen Beträgen, allerdings sollte man langfristig denken, also mindestens sieben Jahre.

AUTOR STEPHAN LEHMKUHL IST FINANZ- UND VERMÖGENSBETREUUNG, VOLKSBANK NIEDERRHEIN EG

(RP)
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