Bauarbeiten geplant: Neue Probleme für RB31 zwischen Duisburg und Xanten drohen

Zugausfälle und Verspätungen : Neue Bauarbeiten könnten zu weiteren Problemen beim „Niederrheiner“ führen

Immer mehr Fahrgäste beschweren sich nicht nur über die vielen Ausfälle und Verspätungen auf der Niederrhein-Linie, sondern bemängeln auch die schlechte Kommunikation der Nordwestbahn in sozialen Netzwerken. Derweil stehen neue Bauarbeiten an, die Teilsperrungen der Strecke zwischen Moers und Xanten mit sich bringen.

Die Probleme der Nordwestbahn (NWB) auf der Strecke des „Niederrheiners“ (RB31) zwischen Duisburg und Xanten nehmen immer größere Ausmaße an. So fielen allein am Sonntag zwischen 9 und 14 Uhr sechs Züge aus, teilweise konnte auch kein Schienenersatzverkehr organisiert werden (wir berichteten). Die NWB argumentiert, Bauarbeiten vor ihrer Werkstatt in Dorsten, die auch noch bis zum kommenden Samstag, 8. Dezember andauern, würden derzeit verhindern, dass genügen Züge und Triebwagen auf die Strecke gebracht werden könnten.

Dies führt natürlich gleichzeitig dazu, dass die Züge, die fahren, völlig überfüllt sind. Davon berichten auch Fahrgäste, die sich an unsere Redaktion gewandt haben. So schreibt der Duisburger Lars Schauder, der die RB31 regelmäßig nutzt, von nahezu unhaltbaren Zuständen. „In letzter Zeit häufen sich die Zugausfälle und Verspätungen auf der Linie sowohl aus Fahrtrichtung Xanten nach Duisburg, als auch umgekehrt.“ Er bemängelt, dass die NWB in den sozialen Netzwerken immer nur organisatorische Gründe für die Probleme angebe. „Eine Kommunikation mit den Kunden erfolgt aber über die sozialen Netzwerke nicht. Es wird auf Beschwerden überhaupt nicht eingegangen.“ Zudem berichtet Schauder, dass gerade die Züge im Berufsverkehr morgens und nachmittags derzeit massiv überfüllt seien, da immer nur ein Triebwagen eingesetzt werde. Hinzu kämen technische Mängel, die für weitere Verzögerungen sorgen würden.

Auch der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr als Auftraggeber der NWB beobachtet die derzeitige Situation aufmerksam. Laut Sprecher Dino Niemann habe man aber auch nur wenig Einfluss auf eine Verbesserung der Lage. „Für jeden Zug, der nicht oder verspätet fährt, werden Vertragsstrafen fällig. Darüber hinaus ist es aber Sache des Betreibers, die Situation in den Griff zu bekommen“, sagte Niemann unserer Redaktion. Es sei aber bekannt, dass der derzeitige branchenweite Personalmangel allen Betreibern große Schwierigkeiten bereitet. Hinsichtlich der aktuellen Probleme durch die Arbeiten vor der NWB-Werkstatt könne „man sich allerdings fragen, ob sich Deutsche Bahn und Nordwestbahn da nicht oder nur schlecht absprechen.“

Die NWB sagte zum Vorwurf der mangelnden Kommunikation in sozialen Netzwerken, dass man diese Plattformen zur Information nutze und Kundenanfragen eher in privaten Nachrichten beantwortet würden, teilte eine Sprecherin mit. Abgesehen davon werde sich die Lage auf der RB31-Strecke in den nächsten Tagen stabilisieren. Doch spätestens in den Nächten zwischen Montag, 17., und Mittwoch, 19. Dezember, drohen neue Probleme. Dann sind Arbeiten der DB Netz auf der Strecke geplant, sodass Züge nur zwischen Moers und Duisburg fahren werden.

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