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Alpen und Sonsbeck gehören zu Schlusslichtern Kreis-SPD kritisiert Stand beim barrierefreien Ausbau von Haltestellen

Kreis Wesel · Der SPD im Weseler Kreistag geht der barrierefreie Ausbau von Bushaltestellen zu langsam voran. Zwischen den Kommunen bestehen große Unterschiede. Alpen und Sonsbeck hängen hinterher.

 Eine der barriefreien Bushaltestellen in Xanten. Unter anderem erleichtert ein erhöhter Bordstein das Einsteigen in den Bus (Archivfoto).

Eine der barriefreien Bushaltestellen in Xanten. Unter anderem erleichtert ein erhöhter Bordstein das Einsteigen in den Bus (Archivfoto).

Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Die Kreis-SPD sieht beim barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen im Kreis Wesel erheblichen Nachholbedarf. Sie kritisiert, dass „fast ein Jahr nach dem gesetzlichen Fristablauf nur ein Drittel der Haltestellen barrierefreie Standards erfüllen“. Bemängelt werden zudem die großen Unterschiede beim Ausbaustand zwischen den 13 Kommunen. Die Gemeinden Alpen und Sonsbeck gehören zu den Schlusslichtern.

Nach dem Personenbeförderungsgesetz sollten bereits bis zum 1. Januar 2022 alle Haltestellen im ÖPNV barrierefrei sein. Die Kreisverwaltung beantwortete nun eine Anfrage der SPD zum Ausbaustand im Kreisgebiet. So sind einer Erhebung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) zufolge bisher rund ein Drittel der Haltestellen im Kreisgebiet barrierefrei ausgebaut worden. Ein weiteres Drittel ist bei der Erstellung des Nahverkehrsplanes 2017 in die Kategorie fünf, für die kein barrierefreier Ausbau vorgesehen ist, eingeordnet worden. „Somit steht für ein Drittel der Haltestellen noch ein Ausbau an“, so die Kreisverwaltung. Inwiefern die Kommunen für das letzte Drittel noch einen Ausbau vorsehen, sei nicht bekannt.

Nach Ansicht der SPD sind die Ergebnisse „mehr als ernüchternd“. Die rote Laterne, wie es die Fraktion ausdrückt, „leuchtet in Hamminkeln und Schermbeck, Sonsbeck und Alpen.“ Dort seien weniger als zehn Prozent der Haltestellen barrierefrei. Zu den Spitzenreitern gehören hingegen Dinslaken und Neukirchen-Vluyn, in denen 75 Prozent der Haltestellen barrierefrei ausgebaut sind.

An mangelnden Fördermitteln könne es nicht liegen, meint Doris Beer, verkehrspolitische Sprecherin der Kreis-SPD. Der VRR übernehme im Rahmen eines Sonderprogramms bis 2024 sogar 100 Prozent der Umbaukosten. Beer hofft auf einen beschleunigten Ausbau.

(beaw)