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Xanten: B57: Bataverkreisel wird neu gebaut

Xanten : B57: Bataverkreisel wird neu gebaut

Mit der Sanierung der Bundesstraße wird auch der Kreisverkehr, der erst im Dezember vom DBX neu bepflanzt wurde, abgesenkt. In Marienbaum gibt es zudem neue Straßenlaternen.

Der Landesbetrieb Straßen.NRW wird im Frühjahr 2019 mit der Sanierung der B 57 zwischen Xanten-Marienbaum und Rheinberg beginnen. Den Start macht der Rückbau des Bataverkreisels, an dem die Bundesstraße in Richtung Kalkar abzweigt. Im weiteren Verlauf des Jahres wird die B 57 selbst ab Marienbaum in Richtung Süden saniert. 2020 ist vermutlich der Abschnitt zwischen Xanten und Rheinberg an der Reihe. Eine gute Nachricht für die Schützen: Sie werden auch an den neuen Laternen ihre Fahnen zu den großen Veranstaltungen aufhängen können. Das sagte der Technische Dezernent der Stadt, Niklas Franke, auf Anfrage.

 Gute Nachrichten für die Schützen: Auch an den neuen Laternen werden die Halterungen für die Fahnen montiert.
Gute Nachrichten für die Schützen: Auch an den neuen Laternen werden die Halterungen für die Fahnen montiert. Foto: Lörcks

Vor wenigen Monaten erst war der Bataverkreisel durch die Stadt bepflanzt worden. Seitdem ziert den Erdhügel, der mit Betonsteinen umrandet ist, ein großes X (für Xanten) aus einer portugiesischen Lorbeerpflanze. Drumherum sind gelber Fünf-Finger-Strauch und blauer Lavendel gepflanzt. Die Kosten lagen damals bei etwa 8000 Euro.

Immer wieder hatten Fahrer, vor allem von Lastwagen, die Kurve zu eng genommen und waren an den hochgezogenen Randsteinen in der Mitte entlang geschrammt. "Wir werden den Kreisel und den Erdhügel nun flacher gestalten", sagte der Pressesprecher von Straßen.NRW, Gregor Hürter, unserer Redaktion. Die schrägen Randsteine werden nur noch etwa 15 Zentimeter hoch sein. Die jetzigen Pflanzen werden versetzt und nach Ende der Arbeiten wieder in die Erde gepflanzt. Die Kosten hierfür trägt nach Angaben Hürters der Landesbetrieb.

Über die Verkehrsregelung für die Dauer des Rückbaus konnte Hürter gestern noch nichts sagen. Die Ausschreibung erfolge erst im Herbst.

Sorgen hatte einigen Marienbaumer Schützen der Austausch der Straßenlaternen bereitet. Können dann noch die Halterungen für die Vereinsfahnen, vor Jahren selbst finanziert und installiert, angebracht werden? Franke beruhigt: Sollte es zu irgendwelchen Problemen kommen, werde man sich eigeninitiativ mit dem Schützenverein in Verbindung setzen. "Es wird dafür Sorge getragen, dass die Halterungen auch künftig an der Straßenbeleuchtung in Absprache mit dem Schützenverein entlang der B 57 in Marienbaum angebracht werden können." Die Fahnen könnten so hoch aufgehängt werden, dass Lkw darunter herfahren können. Die Beleuchtung der Straße wäre darüber hinaus ausreichend.

Ein Austausch der Laternen ist seit zwei Jahrzehnten im Gespräch. Schon in den 90er Jahren wurde er diskutiert, war dann aber vom Rat verworfen worden. In den Akten findet sich der Vermerk: "Die Beleuchtung (...) muß von der Stadt Xanten alleine finanziert werden. Aus diesem Grunde ist nicht beabsichtigt, die in diesem Bereich stehende Beleuchtungsanlage zu ändern." Daraufhin sollten die Peitschenlaternen noch sieben bis zehn Jahre stehen bleiben. Eine damalige Vereinbarung zwischen dem Straßenbaulastträger und der Stadt sprach von einer Erneuerung, wenn sie erforderlich sei.

Ein Austausch sei spätestens Mitte der 2000er Jahre angezeigt gewesen, so Franke weiter. Die technische Lebensdauer sei längst abgeschrieben. Franke: Wenn sie auch an einigen Stellen nicht den Eindruck machten, "ist der überwiegende Teil der rund 50 Jahre alten Lampenmasten marode. Es bestehen insbesondere Bedenken mit Blick auf die Standfestigkeit."

Die BBX will nur Laternen, die in einem schlechten Zustand sind, austauschen lassen; die anderen sollen moderne, sparsame LED-Leuchtköpfe erhalten. Auch der DBX-Verwaltungsrat hatte vor wenigen Wochen noch beschlossen, zu prüfen, "ob einzelne Masten erhalten bleiben können".

Bürgermeister Thomas Görtz hingegen kündigte nun einen Austausch aller Laternen "ohne Ausnahme" an. Den von der BBX beantragten Ortstermin an der B 57 lehnt er zudem ab.

(pek)