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B 57-Sanierung in Xanten: Marienbaum droht „großräumige Umleitung“

B 57-Sanierung : Marienbaum droht „großräumige Umleitung“

Während der geplanten Sanierung der Bundesstraße 57 in Marienbaum müssen sich die Anwohner auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen.

Bei den bisherigen Abstimmungsgesprächen mit dem Landesbetrieb Straßen NRW, der für den Bund auf der verkehrsträchtigen Nord-Süd-Verbindung zwischen Kleve und Xanten die Fahrbahn neu asphaltieren will, habe man sich schon Gedanken darüber gemacht, wie die Zufahrt zu den Seitenstraßen ermöglicht werden könne, sagte Xantens Technischer Dezernent Niklas Franke im Bezirksausschuss Marienbaum. Aber es sei auch eine „großräumige Umleitung“ erforderlich. Beginn der B 57-Sanierung in der Ortschaft ist vermutlich 2020.

Thema im Bezirksausschuss war auch die geplante Ortsumgehung für Marienbaum. Diese Straße ist zwar im Bundesverkehrswegeplan als vordringlicher Bedarf eingestuft. Aber er sehe keine Bestrebungen, dies auch umzusetzen, sagte Franke. Sein Eindruck sei, dass Straßen NRW und damit auch der Bund zunächst die B 57 aufwändig sanierten und ihren Fokus darauf legten. Will heißen: Die Ortsumgehung lässt auf sich warten.

Bei Birgit Mölders (CDU) schlagen bei diesem Thema zwei Herzen. Oder, wie sie es nennt: Die B 57 „ist Fluch und Segen zugleich“. Einerseits führt sie zu einer erheblichen Verkehrsbelastung, andererseits würde es ohne die Bundesstraße zum Beispiel nicht den Netto-Supermarkt in Marienbaum geben“, meinte sie.

Der neue Fußgängerübergang auf der B 57 am Kurpark liegt aus Sicherheitsgründen nicht in einer Linie mit dem Mölleweg, antwortete Franke auf eine Frage im Bezirksausschuss Xanten-Mitte. Die Verkehrsinsel wurde seitlich versetzt. Dadurch müssen Radfahrer erst abbremsen, wenn sie die Bundesstraße überqueren wollen.

(pek)