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Auch Wählergemeinschaft Bürger in Sonsbeck kritisiert CDU-Parteizeitung

Wählergemeinschaft Bürger in Sonsbeck : Weitere Kritik an Aussagen in CDU-Parteizeitung

Nach der SPD kritisiert auch die Wählergemeinschaft Bürger in Sonsbeck die Christdemokraten für ihre neueste Ausgabe von „Sonsbeck aktuell“. Darin wird angezweifelt, mit einem SPD-Mann als zweiten stellvertretenden Bürgermeister dem Wählerwillen zu entsprechen.

Die Wählergemeinschaft Bürger in Sonsbeck (BIS) teilt die Kritik der SPD an den Aussagen zum zweiten stellvertretenden Bürgermeister im CDU-Heft „Sonsbeck aktuell“. Wie berichtet, schreiben die Christdemokraten in ihrer neusten Ausgabe, dass viele Teilnehmer der ersten Ratssitzung erstaunt darüber gewesen seien, dass ein SPD-Mann das Amt übernommen hat. Sie setzen in Zweifel, ob damit der Wählerwille beachtet werde. Die Aussagen riefen die SPD auf den Plan. Die Sozialdemokraten seien über das Demokratieverständnis der CDU verwundert, hieß es. Nun legt BIS nach: Gestaunt hätten bei dem Thema während der Ratssitzung wohl nur die CDU-Ratsmitglieder. Keineswegs alle anderen Anwesenden, schreibt die Wählergemeinschaft. „Die CDU-Fraktion macht wiederholt klar, dass ihre traditionelle Mehrheit und damit einhergehende Angewohnheit, Entscheidungen für alle Fraktionen vorgeben zu wollen, ihr Naturell darstellt.“ Diese Situation sei jetzt an dem Erfolg und Zusammenhalt zwischen Grünen, SPD und BIS innerhalb einer Listenverbindung gescheitert. Von einer deutlichen Wahlniederlage könne keine Rede sein, so die Wählergemeinschaft weiter. Der Bürgermeisterkandidat der SPD habe bei der Wahl die zweithöchste Stimmenanzahl bekommen und habe demnach zu Recht das Amt des zweiten stellvertretenden Bürgermeisters inne. In ihrem Schreiben bezieht BIS auch zu dem abgelehnten FDP-Antrag zur Wiedereinführung der Ortsausschüsse in Labbeck und Hamb Stellung. Bei der konstituierenden Ratssitzung stimmten alle 14 CDU-Ratsmitglieder sowie der Bürgermeister für den Verbleib beim Ortstvorsteher-System. Laut BIS sei der Antrag gescheitert, da von Seiten der Mehrheitsfraktion CDU keine Bereitschaft zur Änderung oder gar umfassenden Prüfung der Situation in den Ortschaften zu erkennen gewesen sei. Klargestellt will BIS auch wissen, dass die Opposition bei der anschließenden Wahl der Ortsvorsteher Gudrun Bach und Hans Dieter Hinßen nicht aus Ablehnung der Personen, sondern des Amts mit Nein stimmten. Das wurde auch in der Sitzung so erklärt. Im Heft „Sonsbeck aktuell“ spricht die CDU in dem Kontext von „einem Gebot der politischen Fairness, sich zumindest der Stimme zu enthalten“.

(beaw)