1. NRW
  2. Städte
  3. Xanten

Xanten: "ArtOrt" – ungewöhnliche Orte der Kunst

Xanten : "ArtOrt" – ungewöhnliche Orte der Kunst

In 26 Geschäftsräumen in der Xantener City und im Gewerbegebiet zeigen Xantener Künstler ihre Werke.

Ein Auto als Staffelei. Das hat man nicht alle Tage. Annette Preiß gefällt das ungewohnte Ambiente für ihre kleine Ausstellung bei VW-Schnickers. "Wenn ich das so sehe, würde es mich reizen, noch größer zu malen", sagt die Künstlerin. Das Autohaus Schnickers ist nur einer von 26 Geschäftsräumen in der City und im Gewerbegebiet, die im Rahmen der Aktion "ArtOrt" aus Orte der Kunst fungieren. Organisiert wurde das Projekt diesmal von Ralf Neuköther-von Malottki und Maria Geenen-Groß.

"Das Interessanteste daran ist, Menschen näher kennenzulernen", sagt Neuköther-von Malottki, der gemeinsam mit Renate Wirth in der "Kleinen Schmiede" am Markt ausstellt. Seine Skulpturen aus Fundhölzern kombiniert er neuerdings auch mit kühlen keramischen Oberflächen.

Wirths "Wärmchen" aus Naturholzspänen reizen zum Anfassen. "Mit Naturmaterialen zu arbeiten, bedeutet für mich, zu schauen, welcher Geist sich dahinter verbirgt", so die Künstlerin und Autorin. "ArtOrt ist eine schöne Gelegenheit, sich auszutauschen", findet Christine Pokall. Ihre Liebe zur Natur wurde in der Ausstellung bei "Moll am Dom" sichtbar.

Beim Juwelier Aloys Hammans ist Renate Migas mit ihren Bildern und Skulpturen ein Dauergast. "Es ist immer wieder schön, morgens in den Laden zu kommen, und die tollen Figuren zu sehen", schwärmt Anna Hammans. Die geschmackvolle Symbiose aus Kunst, Schmuck, Uhren und Mode gefalle auch den Kunden. Nebenan bei Carl Hammans stellt Hedy Veltkamp zum ersten Mal nach langer Europareise wieder aus. "Ich kann mich an den simpelsten Gegenständen ergötzen", sagt Veltkamp, deren Bilder dem Symbolismus nahestehen und bei näherer Betrachtung verborgene Tiefenschichten offenbaren.

Wie Grafiken wirken die Fotomontagen mit Xantener Motiven, die Gabriele Kremer im Schaufenster von Brillen Bentele zeigt. "Am Computer arbeite ich das heraus, was ich zeigen möchte", erklärt Kremer. Durch Überlagerung verschiedener Aufnahmen komponiert die Fotografin, ähnlich wie ein Maler, ein ganz neues Bild.

Bei Geenen im "Haus der Geschenke" springt besonders ein Elefant im Schaufenster ins Auge. Im Geschäft selbst "verstecken" sich fast 30 Acrylgemälde von Annette Theunissen. "Ich experimentiere gerne und male, wozu ich Lust habe", erzählt die Künstlerin, die am liebsten mit Schwämmen oder mit den Händen malt. Vor allem Tiermotive haben es ihr angetan.

(krsa)