AOK-Transparenzliste: Xanten erfüllt das Soll

Transparenzliste der AOK : Knie-OP: Xanten erfüllt das Soll locker

Bei komplizierten Eingriffen müssen Krankenhäuser eine Mindestmenge vorweisen. Bei Kniegelenk-Totalendoprothesen ist das dem Xantener St.-Josef-Hospital gelungen.

Das St.-Josef-Hospital in Xanten hat in den vergangenen eineinhalb Jahren so oft künstliche Kniegelenke eingesetzt, dass die Klinik die Mindestmenge der Krankenkassen locker erfüllt hat. Das geht aus der Transparenzliste 2020 der AOK hervor. 2018 hat das Krankenhaus demnach 153 Mal eine Kniegelenk-Totalendoprothese gemacht. Zwischen dem 1. Juli 2018 und dem 30. Juni 2019 wurde der Eingriff 144 Mal ausgeführt. Das geforderte Soll sind 50 Fälle pro Jahr.

Michael Derksen, Geschäftsführer des St.-Josef-Hospitals, sprach von einer Bestätigung für das Krankenhaus. Es konzentriere sich auf seine Stärken, weil es nicht alles anbieten könne, das bewähre sich.

Mindestmengen seien ein wichtiges Instrument der Qualitätssicherung, schreibt die AOK in ihrer Transparenzliste. Diese Untergrenzen dienten dazu, die notwendige Erfahrung bei hochkomplexen Leistungen sicherzustellen und damit das Risiko für Patienten zu minimieren. Mit der Transparenzliste wolle die AOK einen Überblick geben, welche Klinik „besonders anspruchsvolle und komplizierte Behandlungen“ ausreichend oft durchführe. In der Liste werden folgende Eingriffe aufgelistet: die Implantation von künstlichen Kniegelenken (Mindestmenge: 50 Fälle pro Jahr), Transplantationen von Leber (20), Niere (25) und Stammzellen (25), komplexe Operationen an Speiseröhre (10) und Bauchspeicheldrüse (10) sowie die Versorgung von Früh- und Neugeborenen unter 1250 Gramm (14).

(wer)
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