Xanten: Amuse-Gueule im Archäologischen Park

Xanten: Amuse-Gueule im Archäologischen Park

Marc Torke aus Xanten vertritt am Sonntag den Niederrhein beim "Perfekten Dinner" auf VOX im Kampf der Regionen.

Morgen ist es soweit. Um 20\.15 Uhr erfährt der Xantener Marc Torke endlich, was seine weibliche Konkurrenz beim "Perfekten Dinner — Kampf der Regionen" hinter seinem Rücken, aber vor Millionenpublikum erzählt hat. Vor etwa einem halben Jahr hat der Radiomoderator bei der Sonderausgabe der Kochshow auf VOX teilgenommen. Neben seinen kulinarischen Künsten sollte er auch seine Region vorstellen. Also gab es nach einem Amuse-Gueule im APX, ein, wie der Koch sagt, bodenständiges niederrheinisches Essen ohne viel Schnickschnack. Seinen Gästen aus Bayern, Niedersachsen und dem Saarland gefiel es, zumindest den Punkten zufolge.

Der 31-Jährige war selbst überrascht, wie gut er bei der Kochshow abgeschnitten hat. Zwar kocht Torke oft, gerne und nach Aussage seiner Freunde auch gut, mit seiner erreichten Platzierung hat er aber dennoch nicht gerechnet. "Freunde sagen einem ja nicht, wenn etwas schmeckt wie Arsch auf Eimer", bemerkte der junge Moderator. Deshalb wollte er seine Kochkünste mal vor Millionenpublikum auf die Probe stellen. Nach Gastauftritten bei den Sendungen "Küchenschlacht" und "Topfjäger" auf ZDF, sollte es nun das "Perfekte Dinner" werden, für Torke die "Königin unter den Kochshows". "Dabei erfährt man ganz ehrlich, ob etwas schmeckt oder nicht", sagte der Kandidat.

Ebenso ehrlich und bodenständig sollte auch sein Dinner am Finaltag sein. "Ich habe auf den ganzen Schnickschnack verzichtet. Tafelsilber braucht kein Mensch?", betonte Torke. Als Tischdekoration diente stattdessen ein Fanschal des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, zu trinken gab es Altbier aus der Flasche und Underberg auf Ex. Auch beim Menü blieb der Moderator dem Niederrhein treu. Zur Vorspeise servierte er eine Rahmsuppe vom Boskopp, mit Äpfeln aus dem elterlichen Garten.

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Als Hauptgang gab es Endivien untereinander, dazu Hasenrücken und Hasenlollies mit Rübenkrautjus. "Der Hase war von einem Jäger aus Lüttingen und so frisch, dass selbst das Schrot noch drinsteckte", erzählte Torke. Beim Nachtisch punktete der Hobbykoch schließlich mit einer gehaltvollen Pumpernickelmousse. Heimatverbunden erzählte der Moderator von der starken Vereinsaktivität am Niederrhein und ließ sogar eine Fahnenschwenkgruppe antreten.

Den Gästen gefiel es. Die Punkte sprachen ebenso für Torke. Nervös ist der 31-Jährige trotzdem, sich die Sendung nun am Sonntag im Fernsehen anzusehen. Auch für ihn ist es Premiere. "Man weiß ja nie, was die Kandidaten hinter dem Rücken so über einen, das Menü oder den Niederrhein sagen", erklärte der Radio KW-Moderator. Genau deshalb will er sich die Sendung alleine ansehen. "Ich hab zwar allen Freunden Bescheid gegeben, damit sie sich die Folge anschauen, Kommentare will ich an dem Abend aber nicht hören", ergänzte er.

Nicht zuletzt, weil es auch so manche peinliche Situation gab. Das Amuse-Gueule im APX etwa servierte Torke stilbewusst im Römerkostüm. Beim Äpfelpflücken fiel er sogar vom Dach. "Als die Szene im Kasten war, haben mir die Kameramänner dann sogar geholfen", erzählte Torke schmunzelnd. Es sei generell sehr anstrengend gewesen, rund um die Uhr Kameras um sich zu haben, sowie in einer Woche durch ganz Deutschland zu touren. Die Erfahrung missen will der Radiomoderator aus Xanten aber nicht.

(beaw)
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