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Xanten: 80 Bäume müssen Baugebiet weichen

Xanten : 80 Bäume müssen Baugebiet weichen

Wo Siegfriedstraße dran steht, soll auch Siegfriedstraße dran stehenbleiben: Die Anwohner wollen keinen neuen Namen für ihre Straße - und erneuerten in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses ihren Wunsch, die Straße doch bitte nicht umzubenennen, so wie es die Verwaltung vorgeschlagen hatte.

Ihr Ansinnen hatten die Anlieger auch mit einer Unterschriftenliste an den Bürgermeister untermauert. Und sie konnten zufrieden die Sitzung verlassen: Der Wunsch war den Politikern Befehl, bei zwei Enthaltungen stimmten die Ausschussmitglieder überein, alles so zu belassen, wie es ist: Die Siegfriedstraße bleibt Siegfriedstraße!

Das Bruckend wird nicht ins Straßenbauprogramm aufgenommen, weil die Straße eigentlich noch ganz in Ordnung ist und nur hier und da geflickt werden muss; die Klappbrücke ist laut Verwaltungsspitze ebenfalls noch in Ordnung (FDP-Ratsherr Klaus-Martin Meier kritisierte hier die Formulierung "die Brücke ist ihrem Alter entsprechend in gutem Zustand"), so dass auch hier kein Posten im Haushaltsentwurf angesetzt werden muss. Weil "für Wardt ja nichts vorgesehen ist", stimmten die CDU-Vertreter der Haushaltssatzung 2015 "vertrauensvoll zu", die SPD enthielt sich, die FDP votierte dagegen.

"Endlich kriegt Wardt mal wieder Bauland", freute sich Ausschussvorsitzender Johannes Wienemann (SPD); "schade, dass es nur so wenig Baugrundstücke sind", befand CDU-Ratsherr Tanko Scholten. Beide meinten den Parkplatz am Nibelungenbad, auf dem 13 bis 14 Einfamilienhäuschen gebaut werden sollen, und zwar quasi in L-Form entlang der Straßen am Meerend/Strohweg. Richtung Strandbad (dort, wo noch das Nibelungenbad steht, das demnächst abgerissen wird) soll ein Lärmschutzwall entstehen.

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Ein knappes Jahr, so Dezernent Niklas Frank, dürfte noch ins Land gehen, bevor die Grundstücke verkauft werden - vorzugsweise übrigens an junge Wardter Familien. Dass für das neue Baugebiet fast 80 hochstämmige Bäume gefällt werden müssen, lässt sich nicht vermeiden, ärgert aber nicht nur Franz Seitz von den Grünen: Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass Ersatzpflanzungen im Bebauungsplan festgeschrieben werden muss. Bürgermeister Thomas Görtz: "Wenn auch der Rat das wünscht: gerne."

Er gab übrigens eine Bitte des neuen Behindertenbeauftragten Michael Verhalen weiter, der sich gerne zusammen mit zwei oder drei Mitgliedern der Bezirksausschüsse in den Xantener Ortsteilen/Dörfern umsehen möchte, um die Barrierefreiheit unter die Lupe zu nehmen. "Eine gute Idee", befand Thomas Görtz.

(RP)