Xanten: 65 Anmeldungen für neue Oberstufe

Xanten: 65 Anmeldungen für neue Oberstufe

Gute Nachrichten gestern Abend im Rheinberger Schulausschuss: Alle Schulen freuen sich über guten Zulauf.

Es ist erst Halbzeit bei den Anmeldungen für die beiden großen weiterführenden Schulen in Rheinberg. Aber es zeichnet sich schon ein positiver Trend ab. Im Mittelpunkt steht diesmal besonders die Europaschule, weil es dort erstmals darum geht, wie viele Schüler in die neue Oberstufe einziehen. Nach den ersten drei Anmeldetagen waren es bis gestern Abend schon 65 plus 15 Voranmeldungen. Wie Karsten Schmidt, stellvertretender Leiter der Schule, sagte, kommen bisher neun Jugendliche von außerhalb. Für die Sekundarstufe I (also neue Fünftklässler) wurden bislang 80 Kinder angemeldet. Schmidt sagte, dass er und seine Kollegen davon ausgehen, auf einen ähnlichen Schnitt zu kommen wie im vergangenen Jahr. Das waren es 132 Neuzugänge.

Am Amplonius-Gymnasium sind bisher 79 Jungen und Mädchen für die neuen fünften Klassen angemeldet worden. Am Gymnasium hatten Eltern bisher allerdings erst an zwei Tagen die Möglichkeit, ihre Kinder anzumelden.

An den Rheinberger Grundschulen ist das Anmeldeverfahren bereits abgeschlossen. Für das Schuljahr 2017/18 registriert die Stadt für die Gemeinschaftsgrundschule am Deich in Wallach 49 Kinder für zwei Klassen. An der Millinger Grundschule am Bienenhaus waren zunächst 27 Kinder angemeldet, die eine sehr große Klasse gebildet hätten. Kurzfristig fallen zwei Kinder aus, weil sie wegziehen, so dass im Sommer eine Klasse mit 25 Kindern an den Start geht. Die Gemeinschaftsgrundschule Rheinberg kommt auf 42 Anmeldungen und kann zwei neue Klassen bilden - eine am Standort Grote Gert und eine an der Schulstraße. An der Katholischen Grundschule St. Peter werden 51 Jungen und Mädchen auf zwei erste Klassen verteilt. Und die Gemeinschaftsgrundschule Budberg-Orsoy begrüßt im August 65 i-Dötzchen, so dass in Budberg zwei Klassen und in Orsoy eine Klasse gebildet werden kann. Unter dem Strich verteilen sich 232 Kinder auf zehn neue Klassen.

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Jasmin Brune, Rektorin der Millinger Schule, freute sich darüber, dass ihre Schule ab sofort besser an den Busverkehr angebunden ist. "Wir teilen uns ja zusammen mit der Schule in Wallach die Kinder aus Ossenberg", so die Lehrerin. "Aber bisher war es so, dass sich einige Eltern gegen unsere Schule entschieden haben, weil die Busanbindung schlechter war als die in Wallach. Jetzt aber fahren nicht nur morgens Busse nach Millingen, sondern ab der vierten Stunden fährt auch jede Stunde ein Bus nach Ossenberg." Das sei auch im Sinne der Schülerverteilung gut, wie Jasmin Brune sagte. So bekomme die kleine Millinger Schule ein paar Schüler mehr, und die Wallacher könnten sich über eine gewisse Entlastung freuen. Ein Thema der Sitzung war gestern Abend auch ein neuer Schulentwicklungsplan. Der alte ist nun ausgelaufen, ab 2017 muss ein neuer her. Im Ausschuss war man sich einig: Der Plan ist eine äußerst wichtige Planungsgrundlage, um frühzeitig auf Veränderungen in der Schullandschaft reagieren zu können.

Umso mehr wunderte sich Simon Thölke von den Grünen. "Der alte Schulentwicklungsplan läuft jetzt aus. Warum haben nicht schon vor einem Jahr einen neuen aufgelegt?", fragte das Ausschussmitglied. Zur Erklärung sagte Helga Karl vom Schulamt, es habe viele Veränderungen gegeben, entsprechend seien auch anlassbezogene Schulentwicklungspläne aufgelegt worden. Karl: "Es ist nicht so, dass wir völlig im Dunkeln tapen und keine Zahlen haben." Karin Winkel (SPD) lobte, dass auch neue Baugebiete bei der Neufassung des Schulentwicklungsplans berücksichtigt worden seien: "Daraus resultieren Zuzüge, die Auswirkungen auf die Schülerzahlen haben."

Lobend erwähnt wurde gestern, dass im Rahmen des Förderprogrammes der Gelsenwasser-Stiftung "von klein auf Bildung" drei Schulprojekte von Rheinberger Schulen mit jeweils 2000 Euro gefördert wurden. An der Wallacher Schule war das "Gewaltfrei lernen", an der St.-Peter-Schule "Mein Körper gehört mir" und an der Grundschule Rheinberg ebenfalls "Gewaltfrei lernen". Zudem hat die Gelsenwasser-Stiftung sechs Kindergartenprojekte mit jeweils 500 Euro gefördert. Auch im Jahr 2017 können wieder drei Schul- und sechs Kindergartenprojekte gefördert werden.

(RP)
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