Wuppertal: Polizei findet keine Kinderleichen im Garten von 83-Jährigem

Grabung in Wuppertal beendet : Polizei findet keine Kinderleichen - 83-Jähriger auf freiem Fuß

Die Suche der Polizei nach Kinderleichen in einem Wuppertaler Garten ist beendet. „Die Grabungen sind abgeschlossen. Wir haben nichts mit Beweiswert gefunden“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Die Polizei hatte mit Baggern fünf Tage lang einen etwa 1000 Quadratmeter großen Privatgarten umgegraben. Der Bodenaushub wurde dabei von Leichenspürhunden untersucht.

In dem dazugehörigen Haus, das von einem 83 Jahre alten Mann bewohnt wird, hatte die Polizei zuvor große Mengen Kinderpornografie und einen scharfen Revolver entdeckt. Außerdem stieß sie in einem Safe auf Zeitungsartikel über vermisste Kinder.

Der 83-Jährige hatte zwar den Besitz der Kinderpornografie zugegeben, aber beteuert, keinem Kind etwas angetan zu haben. „Wir haben bislang keine Beweise, dass der Mann etwas mit dem Verschwinden der Kinder zu tun hat“, hatte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert betont.

Der 83-Jährige war aufgefallen, weil er - engagiert in der Flüchtlingshilfe - einer syrischen Familie einen USB-Stick gegeben hatte, auf dem für sie wichtige Formulare abgespeichert waren. Auf dem Stick waren aber nicht nur die Formulare, sondern auch Kinderpornografie. Der Vater der Familie informierte daraufhin die Arbeiterwohlfahrt, diese wiederum schaltete die Polizei ein.

Der 83-Jährige ist auf freiem Fuß. Der Haftbefehl gegen ihn wegen Besitzes von Kinderpornografie und Verstoßes gegen das Waffengesetz war von einem Haftrichter außer Vollzug gesetzt worden.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Durchsuchung nach Fund von Kinderpornos bei 83-jährigem Wuppertaler

(mba/dpa)
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