Wuppertal: Wuppertal im Licht der Weihnachtsmärkte

Wuppertal : Wuppertal im Licht der Weihnachtsmärkte

Geschenke, Leckereien und Programm: Am Montag öffnen die Stände in Barmen und Elberfeld, am Freitag dann der Mittelalterliche Märchenmarkt.

Das Kamel und der Esel scharren sicher schon mit den Hufen. Am Montag starten in Wuppertal die Weihnachtsmärkte. Die Krippe mit echten Tieren auf dem Von- der-Heydt-Platz in Elberfeld gehört unbedingt dazu. Noch sind die Helfer damit beschäftigt, alles aufzubauen, damit am Montag alle Buden stehen. 110 Stände gibt es in Elberfeld, in Barmen sind es 35 und auf dem Mittelalterlichen Märchenmarkt auf dem Laurentiusplatz sind es 32 Stände, die allerdings erst am 30. November eröffnen.

"Wuppertaler Weihnachtsmärkte — himmlisch schwebend": So werben die Weihnachtsmärkte für sich. Und das diesmal erstmals auch in den Nachbarstädten Remscheid und Solingen. Denn die Veranstalter hoffen, so mehr Publikum aus dem Umland nach Wuppertal locken zu können. "Wir wollen die Weihnachtsmärkte als Teil eines Besuches in unserer Stadt anbieten", sagt Matthias Haschke, Geschäftsführer von Wuppertal Marketing. Ob Rubens-Ausstellung oder Zoo-Besuch — alles verbindet die Schwebebahn miteinander. Das sei bequem und etwas Besonderes, sagte Haschke.

Der größte Weihnachtsmarkt, der Lichtermarkt in Elberfeld, wird von der Interessengemeinschaft 1 der Elberfelder Händler organisiert. Er erstreckt sich wieder über große Teile der Innenstadt von Willy-Brandt-Platz, Neumarkt, Kerstenplatz über Poststraße und Alte Freiheit bis zum Kasinokreisel. Das Angebot reicht von Schmuck, Filz- und Wollware bis zu Getöpfertem und Holzspielzeug. Auch Ballonfahrten werden wie jedes Jahr angeboten — die Gutscheine eignen sich für manchen als luftige Überraschung. Für Kinder gibt es wieder vier Karussells, davon ein Nostalgie-Karussell am Kasinokreisel, sowie die lebendige Krippe. Die Tiere dürfen mit speziellem Futter, das man nur dort kaufen kann, gefüttert und natürlich auch gestreichelt werden. Seinem Namen will der Lichtermarkt alle Ehre machen: Mehr als 100 000 werden wieder aufgehängt und sorgen so dafür, etwas Licht in die dunkle Jahreszeit zu bringen.

Auf dem Laurentiusplatz findet zum dritten Mal der Mittelalterliche Märchenmarkt statt, den die IG Friedrich-Ebert-Straße veranstaltet. Die Organisatorin von Ars Draconis, Darlin Körber, will die Besucher mitnehmen auf eine "romantische Zeitreise in die Vergangenheit — mit prasselndem Feuer und vielen weihnachtlichen Ständen und mittelalterlichen Zelten". Ein Schriftgelehrter ist dort genauso anzutreffen wie eine Kräuterhexe, ein Hornschnitzer, Lederer, Schmied oder ein Fell- und Geschmeidehändler. Neu ist in diesem Jahr ein fünf Meter hoher Turm, der für Feuer- und Nebeleffekte genutzt wird. Das kulinarische Angebot reicht von heißem Met in der Hexenschänke bis zu Deftigem aus der Riesenpfanne in der Klosterküche.

Für die kleinen Besucher gibt es ein nostalgisches Karussell, einen Märchenerzähler, Armbrustschießen, Lebkuchenhäuser zum Selberbasteln sowie Stockbrot zum Rösten. Ein Grimm-Märchen-Gewinnspiel will Kinder zum Rätseln animieren: Sie müssen sieben Märchen an sieben Ständen des Mittelaltermarktes erkennen. Am 20. Dezember, dem 200. Jahrestag der Erstveröffentlichung der berühmten Märchen, werden die Preise verlost. Außerdem werden jeden Tag Märchen vorgelesen. Die Kinder können auf Strohballen sitzen und lauschen.

Auf der Homepage der Wuppertaler Weihnachtsmärkte sind alle Angebote versammelt, auch die der kleineren Märkte in den Stadtteilen, wie etwa der in Cronenberg, der bereits heute ab 15 Uhr und morgen ab 11 Uhr stattfindet.

Offiziell eröffnet wird der Lichtermarkt am kommenden Montag um 16.30 Uhr. Auf der Bühne am Von-der-Heydt-Platz singt die A-cappella-Gruppe Voice Q amerikanische Weihnachtsevergreens und Klassiker der 20er bis 80er Jahre, mal besinnlich, mal schwung-, mal humorvoll.

(RP)