Wuppertal: Underground bietet breites Kulturprogramm

Wuppertal : Underground bietet breites Kulturprogramm

Betreiber Melanie Hachel und Dirk Rudowsky bieten neben Konzerten Lesungen, Poetry Slams und Treffen für Veganer

Im Oktober 2013 hätten sich Melanie Hachel und Dirk Rudowsky, die Betreiber der Metalkneipe Underground (UG), sicher nie träumen lassen, einen so großen Erfolg mit ihrem Kulturprogramm zu haben. Begonnen haben sie ganz klein mit einem Konzert alle zwei Monate, Nun sind es monatlich bis zu fünf Live-Auftritte von Gruppen verschiedenster Stile, zu denen noch Veranstaltungen wie Lesungen, vegane Buffets und Poetry Slams dazukommen.

Da das Duo nach der Schließung der Discothek B7, die im gleichen Gebäude untergebracht war, die Immobilie nun alleine von der Stadt Wuppertal mietet, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten.

"Wir sind jetzt viel flexibler", sagt Hachel. Seit Ende Februar kann das neunköpfige Underground-Team den neuen Event-Floor in den Räumen des ehemaligen B7 nutzen. Bei "Rock the Valley", der ersten größeren Disco-Veranstaltung, und auch bei der irischen Nacht mit "The O'Reillys and the Padyhats" machte sich der bis zu 350 Gäste fassende Saal bezahlt. In der Kneipe ist spätestens bei 150 Besuchern Schluss. "Wir können Konzerte in Zukunft auch spontan verlegen, wenn die Nachfrage größer ist als erwartet", freut sich die UG-Chefin. Ein weiterer Vorteil ist es, dass Konzerte und gemütlicher Kneipenbetrieb von nun an auch gleichzeitig möglich sind.

"Underground - Metalkneipe und mehr" lautet Hachels und Rudowskys Slogan, und den nehmen sie auch ernst. Bei Lesungen wie zuletzt mit Autor Sascha Thamm, dem inzwischen fest etablierten veganen Mitbringbuffet oder bei Poetry Slams finden auch Besucher ins Underground, die keinen Rock oder Metal hören und einem ganz anderem Klientel angehören. "Manchmal sind sie doch etwas scheu, wenn sie das erste Mal bei uns sind", sagt Hachel und hofft, dass der Zuspruch an neuen Gästen trotzdem weiter wächst, wenn das Kulturprogramm des Undergrounds an Bekanntheit gewinnt. Doch auch wenn man offen für Neues ist, gibt es bei den Konzerten einen rote Faden. "Wir wollen handgemachte Musik bieten, die Spaß macht", sagt Hachel.

Spaß haben sie und Rudowsky auch selbst an der Kneipe, die sie neben ihrer normalen Jobs betreiben, aber die anfallende Doppelbelastung nicht scheuen. "Dirk und ich leben das Underground einfach", meint die UG-Chefin und betont, dass es der schönste Teil der Arbeit wäre, abends Kontakt zu den Gästen zu haben. "Wir erhalten sehr viel Lob und liebe Worte für unseren Einsatz", sagt sie. Gerade das helfe dabei, immer wieder neue Energie zu sammeln, um das Underground auch in Zukunft weiter nach vorne zu bringen.

(RP)
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