Wuppertal: Theater am Engelshaus muss 20 Jahre bespielt werden

Wuppertal: Theater am Engelshaus muss 20 Jahre bespielt werden

Enno Schaarwächter, Geschäftsführer der Bühnen, erreicht im September 2018 das Rentenalter. Man ist bereits auf der Suche nach einem Nachfolger, der zu dem Führungsteam Berthold Schneider (Opernintendant), Thomas Braus (Schauspielintendant) und Julia Jones (Generalmusikdirektorin) passt. Mit diesem soll ein Vertrag über fünf Jahre abgeschlossen werden, wie Oberbürgermeister Andreas Mucke bei der Mitgliederversammlung der Theaterfreunde mitteilte.

Die zahlreichen Anwesenden ließen ein Raunen hören. Denn wie es mit den Bühnen nach dem Jahr 2019 weitergeht, ist noch nicht klar. Doch Mucke, auch Aufsichtsratsvorsitzender der Bühnen GmbH, gab sich zuversichtlich, da die neue NRW-Landesregierung mehr Geld in die Kultur stecken will. Mucke sprach von jährlich 20 Millionen Euro, wovon auch Wuppertal profitieren könne.

Während die Politik also auf Gelder aus Düsseldorf hofft, dürfen sich die Bühnen schon jetzt auf regelmäßige Zuschüsse seitens der Theaterfreunde freuen. "Wir unterstützen die Bühnen und das Orchester mit durchschnittlich 100 000 Euro monatlich", sagte Schatzmeister Peter Krämer. "Ohne den Verein gäbe es die Bühnen nicht mehr", kommentierte Mucke.

Zudem kann sich die Schauspielsparte auf eine gesicherte Existenz freuen. Denn als die Theaterfreunde das Theater am Engelsgarten der Stadt im Jahr 2014 übergaben, schlossen sie mit ihr einen Vertrag. Darin ist laut Aussage des Vereinsvorsitzenden Peter Vaupel klipp und klar geregelt, dass das Haus mindestens 20 Jahre bespielt werden muss. Einen leichten Mitgliederschwund gab es: von 984 im vergangenen Jahr auf jetzt 946. So soll es nicht weitergehen. Vaupel: "Wir müssen die 1000 knacken."

(has)