Wuppertal: Tanztheaterperformance über bergische Biografien

Wuppertal : Tanztheaterperformance über bergische Biografien

Wo komme ich her? Wo stehe ich? Wo gehe ich hin? Das sind Fragen, über die sich Choreograf Milton Camilo und Dramaturgin Uta Atzpodien "behutsam" den Biografien ihrer bergischen Protagonisten genähert haben.

Gemeinsam mit ihren 13 Darstellern, die meisten zwischen 50 und 70 Jahre alt, und den jungen Künstlern der Musik- und Kunstschule Remscheid, die eher hinter den Kulissen wirken, haben sie das Stück "LebensFluss(T)Räume" entwickelt, das am Donnerstag seine Premiere in der Börse feiert. Nächstes Jahr wird es noch in Remscheid und Solingen zu sehen sein.

"Spielerisch über Improvisationen haben wir uns den Themen und Orten genähert und daraus Gesten, Bewegungen und Wörter entwickelt", erklärt die Dramaturgin, die das Projekt seit dem Frühjahr begleitet. Die Proben begannen im Sommer. Der Blick auf die Biografien der Darsteller übersetzen die jungen Künstler, indem sie über ihre Ausdrucksform (Fotografie, Film, Bildende Kunst oder Musik) einen eigenen Zugang finden. Alles fließt collagenhaft in die Tanztheaterperformance mit ein, so dass ein "Grenzen überschreitendes Gesamtkunstwerk" entstehen soll. Dafür konnten die Macher sogar überregionale Fördergelder beantragen. Die "menschliche Dimension" hat Atzpodien am meisten an dem Projekt beeindruckt, "die Potenziale, die auf einmal aufleuchten".

Aufführungen 13. und 14. Dezember, jeweils 19.30 Uhr, Börse, 1. März, Cobra, Solingen, 8. März "Die Welle", Remscheid. Ausstellung: ab 2. Februar, Galerie OLGA, ab 17. März Musik- und Kunstschule, Remscheid, ab Mai Güterhallen, Solingen.

(RP)