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Wuppertal: Singen nach der Vorlesung

Wuppertal : Singen nach der Vorlesung

Die Bergische Universität hat einen Unichor, der bei den Wuppertaler Studenten sehr beliebt ist. Chorleiter Christoph Spengler probt mit ihnen Musical-Songs. Mitsingen ist noch möglich.

"Singen in der Gemeinschaft macht einfach Spaß", meint der Remscheider Kirchenmusiker Christoph Spengler, der an der Universität Wuppertal den Uni-Chor und das Orchester leitet. Jetzt, zum Start des neuen Semesters, beginnt der Chor mit dem Einüben neuer Lieder. Auf dem Plan stehen dabei Stücke des Musicals "Little Shop of Horror", das in den Achtziger Jahren zum Kult avancierte.

Auch wenn bei der ersten Probe schon viele neue Gesichter dabei waren, freut sich der Chor auch weiterhin auf neue Teilnehmer. "Es ist kein Vorsingen nötig und man kann auch immer noch einsteigen", erklärt Spengler. Zwar stehe der Spaß und die Gemeinschaft im Vordergrund, aber dennoch sollen die Teilnehmer etwas vom Besuch des Chors haben.

So konzentrierte sich die erste Probe zu Beginn vor allem auf Haltungs- und Atmungsübungen, die unerlässlich sind, will man richtig singen. Zuerst mussten die Studenten Lockerungsübungen durchführen, die den ganzen Körper betrafen. Dass das nach einem langen Tag an der Uni auch sehr entspannend sein kann, bestätigen erfahrene Chorteilnehmer wie etwa Alina Baumgart. Die angehende Grundschullehrerin singt seit drei Jahren mit. "Es ist ein toller Ausgleich zu den Vorlesungen", findet die Studentin, der aber nicht nur das Singen, sondern auch das ganze Drumherum gefällt. Das fängt für sie bei den ersten Proben und dem Kontakt mit den anderen Studenten an und hört bei den Auftritten am Ende des Semesters auf.

Ein Auftritt des Chors war es auch, der sie überhaupt zum ersten Reinschnuppern bewogen hat. "Als ich mein Studium begann, fand ich den Chorauftritt bei der Einführungswoche so toll, dass ich Lust zum Mitsingen bekam", erinnert sich Baumgart.

Nach den ersten Lockerungsübungen kam Spengler zur richtigen Atmung. Diese fängt schon bei der richtigen Körperhaltung an. Beim Singen steht man natürlich und öffnet auch den Mund weit genug. Dass das schon einmal albern aussehen mag, weiß auch der Kirchenmusiker und gab schmunzelnd zu: "Beim Singen muss man etwas doof aussehen!" Ein Erstsemestler konterte: "Das schaffe ich doch ganz einfach!" Ohne Frage war die Stimmung bei der ersten Probe gleich sehr entspannt. Das lag sicherlich nicht zuletzt auch an Spengler, der immer wieder zu einem Witz aufgelegt war und sachlich sehr kompetent, aber zugleich anschaulich erklärte. Als er schließlich zu den ersten Gesangsübungen überging, begleitete der Musiker den Chor zur Unterstützung auf dem Keyboard und nach nur einer halben Stunde klang das Ergebnis schon sehr gut.