Wuppertal: Mehr Streifen auf der Straße

Wuppertal : Mehr Streifen auf der Straße

Für Silvester verstärkt die Wuppertaler Polizei die Präsenz in der Stadt.

Wuppertal kommt sicher ins neue Jahr. Dafür will Birgitta Radermacher sorgen. Die Chefin der Kreispolizeibehörde Wuppertal-Solingen-Remscheid schickt mehr Beamte auf die Straße. Außerdem versetzt sie mehr Polizisten in Rufbereitschaft. "Die Personalstärke steigt um bis zu 30 Prozent", sagt sie. Je später der Abend, desto mehr Polizei. Bis in die frühen Morgenstunden sorgen die Beamten dafür, dass sich Nachtschwärmer überall in der Stadt sicher fühlen können. Hintergrund für die größeren Anstrengungen sind vor allem die Vorkommnisse in der Silvesternacht des vergangenen Jahres in Köln.

In Wuppertal sind solche Szenen zumal in dieser Häufung eher unwahrscheinlich. Erstens gibt es keine Plätze, auf denen in der Größenordnung der Domplatte in Köln Silvester gefeiert würde. Zweitens wird der Hauptbahnhof von den zuständigen Behörden in Berlin nicht als unsicher eingestuft. Dass die Polizei dennoch verstärkt unterwegs ist, hängt auch mit dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis viele Bürger zusammen. Sehr konkret sind dagegen die Einsätze der Feuerwehr an jedem letzten Tag im Jahr. "Über Tag sind 150 Frauen und Männer im Einsatz, inklusive Rettungsdienst", sagt Matthias Nocke (CDU). Er ist im Rathaus der Dezernent auch für Sicherheit und Ordnung. Für die Nacht sei die Zahl der Feuerwehrleute inklusive Rettungsdienst gegenüber den Vorjahren um zehn erhöht worden. "Alkohol, Pyrotechnik - das wird immer mehr", sagt Matthias Nocke.

Der städtische Ordnungsdienst ist Silvester nicht im Einsatz. Er unterstützt in diesen Tagen zwar die Arbeit der Polizei am Lichtermarkt in Elberfeld. Aber den Jahreswechsel übernimmt die Polizei allein. Seit Jahren schon beteiligt sich der städtische Ordnungsdienst nicht mehr am Silvestereinsatz. Versuche hatte es zwar gegeben, doch im Alltag stellte sich heraus, dass die gemeinsame Arbeit in der letzten Nacht des Jahres nicht sinnvoll ist. "Meine Mitarbeiter dürfen im Ernstfall ja ohnehin nicht eingreifen", sagt Nocke. Das sei Sache der Polizeibeamten.

(RP)
Mehr von RP ONLINE