Wuppertal: "King Ping" bald auf der großen Leinwand

Wuppertal : "King Ping" bald auf der großen Leinwand

Das Pinguinhaus im Zoo kommt demnächst groß heraus: Wenn "King Ping" wahrscheinlich Anfang Juli in den Kinos startet, steht nicht nur ein schräger Krimi-Comic im Mittelpunkt, sondern auch eine besondere Hauptdarstellerin, nämlich Wuppertal selbst. Der Film wurde komplett im Tal gedreht, egal ob Zoo, Luisenviertel oder Nordstadt – alle Schauplätze sind zu identifizieren.

Das Pinguinhaus im Zoo kommt demnächst groß heraus: Wenn "King Ping" wahrscheinlich Anfang Juli in den Kinos startet, steht nicht nur ein schräger Krimi-Comic im Mittelpunkt, sondern auch eine besondere Hauptdarstellerin, nämlich Wuppertal selbst. Der Film wurde komplett im Tal gedreht, egal ob Zoo, Luisenviertel oder Nordstadt — alle Schauplätze sind zu identifizieren.

Der titelgebende Protagonist "King Ping" (Sierk Radzei) ist ein Pinguinpfleger und ehemaliger Polizist, der im Fall der mysteriösen Treppenmorde selbst die Ermittlung aufnimmt. Zum Anmeldestart von "Wuppertal 24 Stunden live" präsentierten die Produzenten von Rex Film nun erstmals einige Ausschnitte aus dem Film. Wo? Natürlich im Pinguinhaus des Zoos. Denn der Zoo wie auch die Macher von "King Ping" haben sich für die Neuauflage von "24 Stunden live" am 13. und 14. September 2013 einiges ausgedacht (siehe Info).

",King Ping' wird ein Film für Wuppertaler, aber auch für alle anderen", sagt Dirk Michael Häger, Drehbuchautor und Produzent des Films. Selbst von den Schauspielern haben einige einen lokalen Bezug. Christoph Maria Herbst spielt mit, genauso wie Marco Wohlwend, Ensemblemitglied der Wuppertaler Bühnen. Ann-Kathrin Kramer und Mechthild Großmann mussten terminbedingt absagen. Für die Rolle der Bardame und Szenemutti Bigi, die Großmann spielen sollte, haben Häger und sein Produzenten-Kollege Christoph Schmidt jedoch einen mehr als würdigen Ersatz gefunden: Bela B. von den Ärzten. "Er bekommt natürlich viele Anfragen für Filmrollen, hat sich aber für uns entschieden, weil er immer schon gerne mal eine Frau spielen wollte", sagt Schmidt.

Wenn Schmidt nicht Filme finanziert, produziert er DVDs und Blue-Rays. Dass eine eigene Filmproduktion so kompliziert werden würde, haben er und sein Kollege Dirk Häger nicht gedacht. Die Finanzierung stellte sich als viel schwieriger dar, als gedacht. Durch "Crowdfunding" kamen die 300 000 Euro Budget zusammen. Vier Jahre haben sie an dem Film gearbeitet und bisher noch nichts daran verdient.

"Wir mussten sehr spontan reagieren und immer wieder neu auf Finanzierungssuche gehen", erzählt der 42-jährige Schmidt. Die Schauspieler hätten auf ihre übliche Gage verzichtet, dafür werden sie an den Erlösen beteiligt. Vor allem bei der Technik und der Anzahl der Drehorte habe man die ursprünglichen Pläne abspecken müssen. Schmidt: "Wir haben den Anspruch, dass der Film nicht nach Low-Budget-Produktion aussieht." Was sie gelernt haben durch den Film? "Dass Pinguine sich von Schauspielern nicht füttern lassen, auch wenn das bei der Probe geklappt hat", sagt Schmidt schmunzelnd.

Mit wie vielen Kopien "King Ping" in die Kinos kommt, steht noch nicht fest. Sicher sind sich die Produzenten, dass die Premiere in Wuppertal stattfinden soll: "Das sind wir den Geldgebern schuldig", sagt Häger. Er und Schmidt planen bereits das nächste Projekt: das Roadmovie "Schnitzeljagd", für das Iris Berben, Christoph Maria Herbst und Henry Hübchen bereits ihr Interesse angemeldet haben.

(RP)
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