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Zoo Wuppertal: Fünf Gorillas schwer erkrankt - Ursache rätselhaft

Zoo Wuppertal : Fünf Gorillas schwer erkrankt - Ursache rätselhaft

Fünf der sechs Gorillas im Wuppertaler Zoo haben sich mit einer unbekannten Krankheit angesteckt und waren teilweise lebensbedrohlich erkrankt. Noch ist unklar, woher der Erreger kam. "Wir haben die Vermutung, dass es ein Virus sein könnte, aber es ist noch nichts spruchreif", sagt Zoo-Kurator Andre Stadler.

Besonders schlimm hatte es Grace, Rosi und Okiwa erwischt, "sie waren ernsthaft krank, wir hatten Angst um ihr Leben," sagt Stadler. Aber auch Lomela und Silberrücken Vimoto mussten behandelt werden, nachdem sie Durchfall bekamen, nichts mehr Essen und Trinken wollten. Die schwerkranken Tiere wurden in Narkose versetzt, um ihnen Infusionen zu verabreichen und Blut abzunehmen. Da man nicht weiß, ob wogegen man kämpft wurde vom Tierarzt laut Stadler "die ganze Bandbreite der Veterinärmedizin" gegeben. Für die Behandlung wurde das Affenhaus teilweise geschlossen.

Nun sind noch Okiwa und Rosi unter Beobachtung und werden hinter den Kulissen gehalten. "Es ist noch zu früh für eine Prognose. Ich kann keine Entwarnung geben, will aber auch nicht den Teufel an die Wand malen", sagt Stadler. Nach gut zwei Wochen gibt es eine "Tendenz nach oben, seit zwei Tagen ist kein Tier mehr in Narkose", so der Kurator. Ob die Krankheit von Neuzugang Mah-Mah ausging, weiß man nicht - unwahrscheinlich scheint es aber nicht, da sie als einzige gesund blieb. "Das kann sein, muss aber nicht", sagt Stadler.

(irz)