1. NRW
  2. Städte
  3. Wuppertal

Wuppertal: Brücke wird 780.000 Euro teurer

Wuppertal : Brücke wird 780.000 Euro teurer

Geänderter Bauablauf an der Brändströmstraße ist laut Stadt der Grund dafür.

Es hatte sich abgezeichnet, jetzt sind die Zahlen offiziell: Der Neubau der Brücke Brändströmstraße wird deutlich teurer. Nach Angaben der Stadt steigen die Gesamtkosten um 780.000 auf 3.230.000 Euro. Gut 550.000 Euro will die Verwaltung allerdings von der Deutschen Bahn AG zurückfordern - als Ausgleich für die durch fehlende Vorleistungen entstandenen Mehrkosten, wie es in einer Vorlage heißt, über die die politischen Gremien in der kommenden Woche diskutieren.

Hintergrund ist, dass die Bahn während der Gleissperrung in den Osterferien 2017 nicht wie angekündigt die Oberleitungen gekappt hatte. Die von der Stadt Wuppertal beauftragte Firma konnte deshalb nicht tätig werden, die Vorarbeiten für den Brückenneubau mussten in die Sommerferien verlegt werden - als eigentlich schon längst andere Arbeitsschritte erledigt werden sollten. Wie Thorsten Warning, Leiter Konstruktiver Ingenieurbau, bereits mehrfach gegenüber dieser Zeitung erklärt hat, verursachte das Mehrkosten. Aufträge mussten neu ausgeschrieben, Arbeitsabläufe angepasst werden. "Die Firmen stehen ja auch nicht auf Abruf", so Warning damals. Diese Kosten will sich die Stadt nun offenbar wiederholen.

  • Für Fahrradfahrer, aber auch für Wanderer
    Wupper-Querung in Glüder : Strohner Brücke soll Mitte 2022 fertig sein
  • In der Vergleichsrechnung der Familie Mustermann
    Kommunale Gebühren in Solingen : Wie die Grundabgaben-Kosten entstehen
  • Sport- und Freizeitbad in Willich : „Bütt“ kostet vier Millionen Euro pro Jahr

Mögliche Ausgleichszahlungen oder Entschädigungen seitens der Bahn waren bereits Thema in Gesprächen zwischen der Stadt und dem Konzern. Die DB hat sich zu Einzelheiten bislang nicht geäußert.

Die Steigerung komme nicht überraschend, sagt Heckinghausens Bezirksbürgermeister Christoph Brüssermann. Die Mehrkosten seien ärgerlich, die Schuld liege aber zum Großteil bei der Bahn. "Deshalb ist es richtig, dass die Stadt sich das Geld zurückholen will und Druck macht", so Brüssermann.

Allerdings wird die Stadt etwa 225.000 Euro auf jeden Fall selbst zahlen müssen, die nicht unter die "bahnbedingten Mehrkosten" fallen. 112.000 Euro sind laut Vorlage auf den schlechten Zustand des alten Mittelpfeilers zurückzuführen, der zusätzlich stabilisiert werden muss. Auch war eine größere Baugrube nötig, was nochmals mit etwa 113.000 Euro zu Buche schlug.

(RP)