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Wülfraths Innenstadt bekommt bald eine Baguetterie

Geschäftseröffnung : Wülfraths Innenstadt bekommt bald eine Baguetterie

Betreiberin Marion Weidtmann ist die erste Wülfrather Nutznießerin eines vom Land NRW aufgelegten Sofortprogramms, mit dessen Hilfe Leerstände in den Innenstädten beseitigt werden sollen.

Marion Weidtmann will spätestens zum 13. März an der Wilhelmstraße 181 eine Baguetterie eröffnen, mit zwei bis drei Tischen (für die Zeit nach Corona) zum Hinsetzen, schwerpunktmäßig aber mit Waren zum Mitnehmen: belegte Baguettes, Salate, Kaffee und Kaltgetränke. Mehr will sie derzeit noch nicht verraten, sie steckt noch mitten in den Vorbereitungen.

Die Stadtverwaltung jubelt schon – denn Marion Weidtmann ist die erste Wülfrather Nutznießerin eines vom Land NRW aufgelegten Sofortprogramms, mit dessen Hilfe Leerstände in den Innenstädten beseitigt werden sollen. Voraussetzung für die Neuansiedlung ist das Entgegenkommen des Eigentümers.

Der habe, informiert die Stadt, zur Teilnahme an dem Förderprogramm auf 30 Prozent der bisherigen Kaltmiete verzichtet. Die Stadt Wülfrath mietet das Ladenlokal für 70 Prozent der Alt-Miete an und vermietet es für eine um 80 Prozent reduzierte Miete (berechnet auf Basis der alten vollen Kaltmiete) weiter. Die Differenz zwischen den städtischen Mietein- und -ausgaben werden zu 90 Prozent vom Land übernommen, die restlichen zehn Prozent über den städtischen Haushalt finanziert.

„Wir freuen uns sehr, schon zu diesem frühen Zeitpunkt einen neuen Gastronomen in der Fußgängerzone begrüßen zu können. Weitere Gewerbetreibende sind herzlich willkommen“, mit diesen Worten wirbt Bürgermeister Rainer Ritsche für Wülfrath und das Förderprogramm.

Die Stadt erhält aus dem Programm zur Stärkung der Innenstädte insgesamt 128.482 Euro. Sie möchte diese Chance nutzen und hofft, neue Betriebe ansiedeln zu können und damit die gesamte Innenstadt zu stärken. Für die Dauer von zwei Jahren können Gewerbetreibende ein Ladenlokal für nur 20 Prozent der alten Kaltmiete anmieten und damit „ihr Geschäftskonzept unter guten Bedingungen an den Markt bringen“, heißt es aus dem Rathaus. Die Bewilligung der Fördermittel erfolge nicht für einzelne Objekte, sondern für leerstehende und aktuell von Leerstand bedrohte Ladenlokale innerhalb eines festgelegten Bereichs. In Wülfrath ist das die Fußgängerzone vom Heumarkt bis zur Ecke Wareplatz / Zur Loev.

Vielfältige Nutzungen sind möglich, das heißt förderfähig, informiert Karsten Niemann von der städtischen Wirtschaftsförderung, beispielsweise Einzelhandel, Gastronomie, Startups, Dienstleistungsgewerbe mit Publikumsverkehr, Direktverkauf landwirtschaftlicher Produkte.“ Wesentliche Voraussetzung für Neuansiedlungen ab dem 1. Januar 2021 ist, dass sie Publikum in die Innenstadt ziehen und damit einer Verödung entgegenwirken. 

Interessenten mit Geschäftsideen melden sich bei Anja Haas unter Telefon 02058 18336, Mail a.haas@stadt.wuelfrath.de

(hup)