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Wülfraths Bürgermeister Ritsche appelliert: Kinder zuhause lassen

Corona in Wülfrath : Bürgermeister appelliert: Kinder bitte zuhause lassen

Das Infektionsgeschehen sei weiterhin sehr hoch. Familien müssten – derzeit unvermeidliche – harte Einschnitte verkraften. Kontakte sollten aber so weit wie möglich heruntergefahren werden.

(RP) Die seit gestern gültige neue Corona-Schutzverordnung ist auch auf der Internetseite der Stadt Wülfrath zu finden. Die von Bundeskanzlerin und Ministerpräsidentenkonferenz beschlossene Verschärfung der Kontaktbeschränkung gilt nur für den öffentlichen Raum, für den privaten Bereich bleibt es bei einem Appell. „Diesem Appell schließe ich mich eindringlich an, da das Infektionsgeschehen weiterhin sehr hoch ist“, sagt Wülfraths Bürgermeister Reiner Ritsche, und ergänzt: „Bitte verringern sie ihre Kontakte so weit wie es geht.“

Die auf Bund-Länder-Ebene beschlossenen Einschränkungen der Bewegungsfreiheiten ab einem Inzidenzwerts von 200 sind nicht in die Verordnung eingeflossen. Vielmehr bleibt es dabei, dass in NRW die Kreise und kreisfreien Städte mit erhöhten Inzidenzwerten besondere Maßnahmen in Abstimmung mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales treffen können. Grundlegend überarbeitet worden ist die Corona-Betreuungsverordnung. Eine Anpassung war erforderlich, damit der eingeschränkte Pandemiebetrieb im Bereich der Kindertagesbetreuungsangebote rechtlich ermöglicht wird. Auch hier bittet Bürgermeister Ritsche die Eltern der Kita-Kinder in Wülfrath: „Sofern es Ihnen möglich ist, lassen Sie Ihr Kind bitte zu Hause. Mir ist durchaus bewusst, dass es sich hierbei um harte Einschnitte für Eltern und Kinder handelt, aber leider lässt das Infektionsgeschehen noch keine Lockerungen zu.“ Obwohl die Zahlen in Wülfrath im Moment relativ niedrig ausfallen, sie wegen der zurückliegenden Feiertage nicht belastbar, betont Ritsche. Die Dunkelziffer der infizierten Personen dürfte um ein Vielfaches höher sein. Die vom Land verfügte Aussetzung der Kita und Ogata-Elternbeiträge und die damit verbundene Erstattung für den Monat Januar 2021 werde schnellstmöglich veranlasst. Dies treffe auch für die vom Stadtrat beschlossene anteilige Erstattung der Elternbeiträge für die Dauer einer angeordneten Quarantäne in der Zeit vom 1. August 2020 bis 31. Dezember 2020 zu. Die Stadtverwaltung bittet darum, von einzelnen Nachfragen abzusehen, um eine Verzögerung der Umsetzung der Erstattung zu vermeiden.

Wie die Kreisverwaltung am Montag meldet, sind derzeit 38 Wülfrather akut mit dem Corona-Virus infiziert, einer mehr als am Wochenende. 121 Bürger sind derzeit in Quarantäne und sechs müssen wegen Corona in einem Krankenhaus behandelt werden. Als genesen gelten 577 Wülfrather. An oder mit dem Coronavirus Verstorbene zählt Wülfrath bislang 38 Bürger. Seit Beginn der Pandemie sind in der Kalkstadt insgesamt 653 Coronafälle offiziell registriert worden.