Wülfrather Schüler demonstrieren für Klimaschutz

Fridays for future in Wülfrath : Schüler demonstrieren für Klimaschutz

Die Bewegung Fridays for Future Wülfrath hat für Freitag, 31. Mai, zu einer Klimaschutzaktion aufgerufen. Die Demo beginnt um 11 Uhr.

Für Freitag hat die Wülfrather Ortsgruppe Fridays for Future (FFF Wülfrath) ihre erste Aktion in der Kalkstadt geplant. Schüler aus Wülfrath und dem gesamten Kreis sollen am Vormittag gemeinsam auf die Straße gehen, um für den Klimaschutz zu demonstrieren. Los geht es um 11 Uhr vor der Kreissparkasse Am Diek. Nach einstündigem Programm mit Reden und Singen zieht der Protestzug durch die Fußgängerzone bis zum Ware Platz, von dort Zur Loev und endet gegen 13 Uhr am Rathaus.

Dass der 31. Mai, der Tag nach Christi Himmelfahrt, an allen Wülfrather Schulen ein Brückentag ist und die teilnehmenden Demonstranten damit keinen Unterricht verpassen, ist offenbar nur ein Zufall. „Wir haben die Demo seit über einem Monat geplant“, erklärt Jan-Niklas Niebisch, Delegierter der Ortsgruppe Wülfrath. „Ausschlaggebend für das Datum war eigentlich, dass am 4. Juni in Wülfrath der Umweltausschuss ist. Davor möchten wir am 31. Mai zeigen, dass wir es ernst meinen und gemeinsam durch Wülfrath ziehen.“ Laut Stadt sind etwa 150 Teilnehmer gemeldet. Polizei und Ordnungsamt sind auch vor Ort.

Der Wülfrather Niebisch war es auch, der stellvertretend für FFF Wülfrath vor zwei Wochen folgenden Antrag in den Rat eingebracht hat: „Die Stadt Wülfrath unterstützt die Resolution zur Ausrufung des Climate Emergency (Klimanotstand).“ Zusätzlich zu der Bürgeranregung von Niebisch hat FFF Wülfrath jetzt einen offenen Brief verfasst, der weitere Forderungen an die Politik beinhaltet. Darin appellieren die Klimaaktivisten, unter anderem ein sofortiges Betonverbot für alle Bauprojekte in der Stadt anzustreben, dass Solaranlagen insbesondere an städtischen Gebäuden weiter ausgebaut werden und städtische Fahrzeuge ohne Verbrennungsmotor auskommen sollen.

 Auch mit Vertretern der Politik ist FFF Wülfrath bereits in Kontakt getreten. So waren die Delegierten am Montag sowohl bei der Wülfrather Gruppe (WG) als auch bei den Grünen zu Besuch, um Gespräche über den Klimanotstand zu führen. Beide Parteien haben übrigens dazu eigene Anträge zum Klimaschutz in den Ausschuss für Umwelt- und Ordnung eingebracht. „Wir haben unseren Antrag für Montag vorbereitet, die Delegierten konnten sogar noch eigene Ideen einbringen“, erklärt Wolfgang Peetz, Fraktionsvorsitzender der WG. In ihrem Antrag erklärt die WG jedoch, dass die Ausrufung des Klimanotstands nur Symbolpolitik sei und setzt auf die konsequente Umsetzung des Klimakonzeptes von 2013. Die Grünen wollen sich der geplanten Demonstration der Schüler anschließen, wie der Vorsitzende Thomas May bestätigt.

(isf)
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