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Wülfrather Politik beschließt Baubegleitung für neue Feuerwache

Neue Feuerwache Wülfrath : Politik beschließt Baubegleitung

Für die neu zu bildende Kommission brauche es allerdings einen federführenden Leiter aus der Verwaltung, sagte Bürgermeister Rainer Ritsche.

Für ihn war es eine Premiere: An der jüngsten Sitzung des Ausschuss für Bürgerservice, Ordnung und Feuerwehr unter der Leitung André Herbes (Wülfrather Gruppe) im Paul-Ludowigs-Haus nahm auch Wülfraths neuer Kämmerer Paul-Georg Fritz teil, der gleich eine umfassende Präsentation von Zahlenwerken mitbrachte, da Beschlüsse zum Jahreshaushalt anstanden. Zu diesem Tagesordnungspunkt hatten CDU und Grüne noch kurzfristig den Antrag eingebracht, für den geplanten Bau der neuen Feuerwache eine Baubegleitkommission einzurichten.

Gebildet werden soll dieses Gremium aus ein bis zwei Vertretern aus jeder Stadtratsfraktion, der Stadtverwaltung und der Feuerwehr. Ziel ist die Überwachung der Einhaltung von Zeit- und Kostenvorgaben. Bürgermeister Rainer Ritsche zeigte Verständnis, da der Bau das seit Jahrzehnten teuerste Projekt der Stadt sei.“ Bedingungslos ist seine Unterstützung jedoch nicht: „Eine solche Kommission kann nur dann begleitend tätig werden, wenn es in der Verwaltung jemanden gibt, der das Projekt federführend vorantreibt.“ Eine solche Person gäbe es aber derzeit nicht, so dass neue personelle Ressourcen geschaffen werden müssten.

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  • Rainer Ritsche ist seit 2020 Bürgermeister
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Vor dem Hintergrund dieser Bedenken brachte der Ausschuss die Baubegleitkommission auf den Weg und stimmte dem Antrag zu. Weitere Beschlüsse veranlassen die Einrichtung von Verkehrsberuhigungen an der Mozartstraße, Beethovenstraße und Fortunastraße.

Zu Gast im Ausschuss war auch der Wülfrather Wachleiter, Polizeihauptkommissar Frank Eigelshofen, der die lokalen Eigenheiten der Kriminalstatistik 2020 vorstellte. Demnach ist die Gemeinde Wülfrath in einem wegen seiner zentralen Lage überdurchschnittlich von Delikten betroffenen Kreis unterdurchschnittlich stark betroffen. Dennoch steigen die Zahlen der bearbeiteten Fälle auch hier. Eher schlechter als besser wird beispielsweise die Lage Am Diek, wo es unlängst vermehrt zu handgreiflichen Auseinandersetzungen gekommen ist.

Die polizeiinternen Entwicklungen im vergangene Jahr stellte Eigelshofen als innovations- und experimentierfreudig dar. So habe es ein großes Austesten der neuen Standarddienstwagen Ford S-MAX und Mercedes Vito gegeben, deren umfangreicher Stauraum mit einer Vielzahl von Ausrüstungsgegenständen gut gefüllt sei. Im Stadtgebiet ist ein Dienstwagen ständig unterwegs; daneben gibt es die mit weiteren Kräften besetzte stationäre Wache am Rathaus.