Tiere in Wülfrath Die Stadt lässt die Hunde zählen

Wülfrath · Noch in diesem Jahr werden die Haushalte von einem externen Unternehmen befragt, um so mögliche Steuersündern ausfindig zu machen. Halter können ihr Tier aber jetzt noch nachmelden.

Hunde sind treue Wegbegleiter. Doch für sie fallen auch Steuern an.

Hunde sind treue Wegbegleiter. Doch für sie fallen auch Steuern an.

Foto: dpa/Oliver Dietze

(am) Sie sind süß, knuddelig und des Menschen bester Freund: Hunde. Gerade in der Corona-Pandemie stieg die Zahl der Hundebesitzer. Doch mit der Anschaffung eines solchen Vierbeiners gehen auch Pflichten einher. Eine davon ist die Zahlung der Hundesteuer. Dafür muss der Hund bei der Stadt registriert werden.

Doch nicht immer scheinen Halter dieser Pflicht nachzukommen. Die Stadt plant deshalb noch für dieses Jahr eine Hundebestandsaufnahme. Derzeit seien 1524 Hunde in der Kalkstadt registriert. Vor der letzten Zählung im Jahr 2015 waren es 1290 Hunde. Bereits die letzte Zählung habe gezeigt, dass einige Tiere nicht beim Steueramt gemeldet worden seien, so die Stadt. Deshalb geht sie auch dieses Mal davon aus, dass einige unregistrierte Hunde gibt.

Nach der aktuellen Hundesteuersatzung der Stadt sind für den ersten gehaltenen Hund 168 Euro Jahressteuer fällig, bei zwei gehaltenen Hunden erhöht sich der Betrag auf 198 Euro je Hund. Sogenannte „Gefährliche Hunde“ werden mit 852 Euro besteuert. Außerdem müssen große Hunde mit einer Widerristhöhe ab 40 Zentimetern oder einem Gewicht von mehr als 20 Kilo auch beim Ordnungsamt angemeldet werden. „Das Versäumnis einer Anmeldung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und wird entsprechend verfolgt“, betont die Stadt. Deshalb appelliert sie an alle Hundehalter, ihre Tiere bei Steuer- und Ordnungsamt rechtzeitig vor Beginn der Zählung auch noch rückwirkend zu melden. Die Anmeldung ist auch online über das Serviceportal der Stadt unter https://www.wuelfrath.net/service/dienstleistung/2 möglich. Wenn ein nicht gemeldeter Hund ermittelt wird, ist mit einer rückwirkenden Steuerfestsetzung sowie der Verhängung eines empfindlichen Bußgeldes zu rechnen.

Für die Hundebestandsaufnahme wurde ein externes Unternehmen beauftragt. Die Mitarbeiter werden alle Haushalte im Stadtgebiet aufsuchen und eine Befragung nach im Haushalt gehaltenen Hunden durchführen. Abgefragt werden soll, ob ein Hund gehalten wird, wenn ja, seit wann und ob es sich um einen gefährlichen Hund gemäß Landeshundegesetz NRW handelt.

(am)
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