Wülfrath: Verwaltung will Kooperation mit Jobcenter Mettmann angehen

Wülfrath : Verwaltung will mit Jobcenter Mettmann kooperieren

Künftige Hilfe bei verwaltungsrelevanten Fragen erhofft sich die Stadtverwaltung durch einen Beitritt in die rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts „d-NRW AöR“, die in der Trägerschaft des Landes NRW und des Ministeriums für Digitalisierung steht.

Einstimmig haben sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses zuletzt für den Beitritt ausgesprochen, der nun mit einer einmaligen Stammkapitalzahlung in Höhe von 1000 Euro in Angriff genommen werden soll. Bürgermeisterin Dr. Claudia Panke hält die Beitrittsbekundung besonders in Hinblick auf künftig aufkommende Anforderungen im Bereich der Digitalisierung für hilfreich. „Die Anstalt unterstützt ihre Träger und andere öffentliche Stellen beim Einsatz von Informationstechnik in der öffentlichen Verwaltung“, lautet der deutliche Vorteil einer Kooperation, der in der Beschlussvorlage seitens der Verwaltung benannt wird. Dass der Beitritt zunächst als Vorratsbeschluss zu verstehen ist und noch keine konkreten Maßnahmen mit Hilfe der Anstalt in Angriff genommen werden sollen, gab die Verwaltung ebenfalls an.

Angehen möchte die Verwaltung zudem die Kooperation mit dem Jobcenter Mettmann, welches ein Programm für die Wiedereingliederung ins Arbeitsleben für Langzeitarbeitslose auf den Weg gebracht hat. „Wir haben in drei Bereichen die Möglichkeit, diese Menschen wieder in die Arbeitswelt zu integrieren und mehrmals unsere Hilfe angeboten“, erklärt Panke, die beispielsweise eine Stelle im Bereich Kitas schaffen möchte. Zehn infrage kommende Personen wurden vom Jobcenter empfohlen. „Aktuell prüfen wir die Personalunterlagen und versuchen die drei Plätze zeitnah zu besetzen“, erläutert Martin Kraus vom Haupt- und Personalamt.

333 Jobcenter beteiligen sich aktuell an dem Programm zum Abbau von Langzeitarbeitslosigkeit, welches mit 678 Million Euro vom Bund gefördert wird. Zielpersonen müssen folgende Kriterien erfüllen: Seit mindestens zwei Jahren arbeitslos und mindestens 35 Jahre alt sein, über keinen oder keinen verwertbaren Berufsabschluss verfügen und voraussichtlich nicht auf andere Weise in den allgemeinen Arbeitsmarkt eingegliedert werden können.

Weitere positive Meldungen konnten in Bezug auf das noch laufende Raumgutachten der Wülfrather Schullandschaft vermeldet werden. So sieht es nach aktuellen Prognosen so aus, als würde die Sekundarschule Am Berg derzeit keinen weiteren Raumbedarf für Fach- und Klassenräume aufweisen. „Eventuell würde Bedarf im Bereich der Ogata bestehen. Dieser könnte aber mit der Mensa oder dem angrenzenden Räumlichkeiten des Niederbergischen Museums ausgeglichen werden“, so die Verwaltung. Informationen zum Jahresabschluss 2019 konnte Rainer Ritsche abschließend noch liefern. „Aktuell weisen wir einen sechsstelliges Positivergebnis für das Jahresende aus“, ist sich der Kämmerer sicher. Um diese positive Prognose nicht zu gefährden, soll die Haushaltssperre jedoch vorerst bestehen bleiben.

(taba)
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