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Wülfrath: Verwaltung hat in Gerd Schlüter neuen Klimaschutzmanager gefunden

Umweltschutz in der Kalkstadt : Gerd Schlüter ist Wülfraths neuer Klimaschutzbeauftragter

Zu seinen Aufgaben gehört der Klimaschutz in den Liegenschaften und Fahrzeugen der Stadt, aber auch die Öffentlichkeitsarbeit. Die Stadt muss mit gutem Beispiel vorangehen und die Bürger motivieren.

Der Neue soll länger bleiben als seine Vorgänger, hofft die Verwaltungsspitze. Bürgermeister Rainer Ritsche und der Technische Dezernent Stefan Holl haben den neuen Klimaschutzmanager der Stadt, Gerd Schlüter, vorgestellt. „Klimaschutzmanager“ ist eine vom Land vorgesehene und für jeweils zwei Jahre geförderte Stabsstelle in den Rathäusern der Kommunen. Gerd Schlüter besetzt die Stelle in Vollzeit und ist bereits der Vierte auf diesem Posten. „Das ist für uns ein freudiger Anlass“, sagt Bürgermeister Ritsche zur Begrüßung. Schlüter habe eine „durchaus solide Ausbildung und Karriere“ hinter sich und im Vorstellungsgespräch überzeugt: „Er passt genau in mein Rathaus-Team“, findet Ritsche. Zu den Aufgaben des Klimaschutzmanagers gehört der Klimaschutz in den Liegenschaften und Fahrzeugen der Stadt, aber auch die Öffentlichkeitsarbeit. „Die Stadt muss mit gutem Beispiel vorangehen und die Bürger motivieren, sich auch im Privaten für Klimaschutz zu interessieren“, so Ritsche. Die erste Amtshandlung von Gerd Schlüter war es, den Förderantrag für zwei E-Auto-Ladestationen („Wallboxen“) auf dem Rathausparkplatz auf den Weg zu bringen, denn die Frist sollte am 31. November ablaufen.

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Dazu der Bürgermeister: „Ich könnte mir vorstellen, das Aufladen von Privatfahrzeugen für Mitarbeiter kostenlos anzubieten. Zum einen, um den Umstieg zu fördern, zum anderen wegen der Mitarbeiterbindung“. Gerd Schlüter hat schon weitere Ideen: „Ich würde gerne die Wülfrather Klimaschutz-Messe, die in diesem Jahr wegen Corona ausgefallen ist, wieder aufleben lassen“. Zudem sei eine Kampagne für Photovoltaik auf privaten Dächern geplant („Wülfrath solar“). Innerhalb der Verwaltung soll zunächst der Fuhrpark auf Elektro „umgerüstet“ und die energetische Sanierung der stadteigenen Gebäude vorangetrieben werden. Zwei freie E-Autos hat man schon, dazu kommt das Dienstfahrzeug des Bürgermeisters.

„Zusammen mit dem Klimaschutzmanager will die Verwaltung Maßnahmen identifizieren, die bisher noch nicht im Haushaltsplanentwurf stehen“, so Ritsche. Gerd Schlüter ist 38 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Töchter. Von seiner ersten Ausbildung her ist er Gas-Wasser-Installateur, hat sich aber mit Lehrgängen (Werkstoffprüfer) und Studium (Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen) weiterqualifiziert. Zuletzt hat er einen Master-Studiengang „Sustainability Management“ an der Fern-Uni Lüneburg absolviert.

„Ich habe sechs Jahre lang als Projektingenieur im Pipeline-Bau gearbeitet. Dann wollte ich weg von den fossilen und hin zu den erneuerbaren Energien“, sagt Schlüter.