Wülfrath: Tunnelkino startet ohne den Hegering

Veranstaltung am Zeittunnel : Tunnelkino startet ohne den Hegering

Die Freiluft-Filmreihe trägt in diesem Jahr einen neuen Namen. Für das Publikum soll es auch ein Voting geben.

Im September startet das Freiluftkino am Zeittunnel mit insgesamt vier Filmen. Einen fünften Film wird es in diesem Jahr nicht geben, denn der Hegering nimmt von seiner Idee Abstand. In Kürze wollen die Veranstalter des sogenannten Tunnelkinos – wie sich die Inszenierung am Zeittunnel in diesem Jahr nennt – das Programm für die Filmabende am 6., 7., 13. und 14. September bekannt geben. Für das Publikum soll es auch ein Voting geben.

Das bedeutet, dass die Zuschauer für einen Kinoabend zwischen drei Filmen wählen dürfen, welcher gezeigt wird, erklärt Karsten Niemann vom Amt für Wirtschaftsförderung und Kultur. Fest steht allerdings auch, dass die ursprüngliche Idee des Hegerings Wülfrath, den Naturfilm „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur“ an einem zusätzlichen Abend zu zeigen und das mit einem Familientag am Zeittunnel zu verbinden, nicht umgesetzt werden kann.

„Darüber sind wir sehr traurig“, erklärt Hegerings-Vorsitzende Luciana Volmer. „Doch aus finanziellen Gründen wird der Familientag nicht stattfinden.“ Allein für den Film würden Kosten von knapp über 1000 Euro anfallen, Kosten, welche die Jägerschaft nicht allein stemmen kann. Der Hegering sei kein Verein, erklärt Volmer, insofern könnten potentiellen Unterstützern auch keine Spendenquittungen ausgestellt werden. Zusätzlich sei die Jägergemeinschaft beim Kino auch vom Wetter abhängig und stellte sich daher die Frage: Was wäre, wenn keiner kommen würde? In den Jahren 2007 und 2010 richtete der Hegering das Familienfest Natur und Jagd für mehr als 2000 Leute aus. So ein Fest nun ohne Kino zu planen sei jedoch zu kurzfristig. Mit den einmal im Jahr stattfindenden Veranstaltungen „Lernort Natur“ und „Waldjugendspiele“ versucht der Hegering jedoch öffentlichkeitswirksam insbesondere Schüler mit dem Lebensraum Wald vertraut zu machen.

 „Wir hätten es sehr begrüßt, wenn der Hegering einen Film im Tunnelkino gezeigt hätte“, sagt Karten Niemann. „Doch auf eigenen Wunsch hat er davon Abstand genommen.“ Niemann verweist aber darauf, dass man mit dem Hegering in Kontakt bleibe, sofern sich vielleicht im kommenden Jahr eine neue Möglichkeit ergebe.

(isf)
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