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Wülfrath: Technisches Hilfswerk säubert den Krappsteich

Technisches Hilfswerk in Wülfrath in Aktion : THW säubert den Krappsteich

Mit einem Riesenaufgebot trat das Technische Hilfswerk (THW) mit viel jugendlicher Unterstützung zur Säuberung des Krappsteiches in Wülfrath an.

Eigentlich wird dieses Projekt des THW-Ortsvereins Heiligenhaus-Wülfrath am Krappsteich in der Wülfrather Innenstadt  regelmäßig im Frühjahr zum „Dreck weg Tag“ durchgeführt, aber wie fast überall hat Corona dieses Unterfangen 2020 verhindert. Am Samstag wurde die Aktion nachgeholt.

Zweimal im Monat kommt der THW-Nachwuchs zusammen, um das Handwerk zu erlernen. „Jedes Mädchen und jeder Junge bekommt eine eigene Uniform: Hose, Stiefel, Hosenträger, 2 T-Shirts, eins mit kurzen und eins mit langen Ärmeln, eine Fleecejacke, Helm, Handschuhe und einen Anorak“, erläuterte Barbara Schneider, die Ortsjugendbeauftragte des THW. Alles Voraussetzungen für Einsätze wie auch den am Wochenende.

Zunächst wurde aus dem Lastwagen, einer rollenden Werkstatt,  ein Schlauchboot geladen und zu Wasser gelassen. Dann  gab Barbara Schneider in forschem Ton erste Anweisungen. „Rettungswesten anziehen“, „Schmutzhandschuhe überstreifen“.  Müllsäcke für den Unrat, der immer wieder im Teich herumschwimmt, wurden ausgegeben, dann übernahm Niklas, der Bootsführer, das Kommando. Zunächst  erklärte er ein paar nautische Begriffe: „Steuerbord ist rechts, Backbord ist links- immer in Fahrtrichtung.“ Und Vorsicht beim Einstieg ins Boot. Das kann wackelig werden.

Nach dem obligatrorischen Erinnerungsfoto mit Bürgermeisterin Claudia Panke ging es los. Niklas, der Bootsführer, stieg mit Jolina, Frances und Joel ein, die vorderen übernahmen die Paddel und der Einsatz begann. Langsam bewegte sich das Boot über das Wasser, nahm Kurs auf leere Flaschen, Plastikbecher u.ä. - all das, was die lieben Mitbürger so gedankenlos im Teich entsorgen.

Samantha und Dennis sind schon lange beim THW und durften schon bei anderen Einsätzen helfen. Das schlimmste, was Dennis bisher erlebt hat, war ein Einsatz in Sachsen Anhalt bei einer Hochwasserkatastrophe.

Als einen ganz alten Hasen darf man Hartmut Bubser bezeichnen. Er konnte von „Fundstücken“ wie Verkehrsschildern, Radkappen und anderen Autoteilen, Sesseln und einer Couch und einem Kühlschrank   berichten.

Frances hat das THW durch eine Arbeitsgemeinschaft in der Schule kennengelernt und ist schon drei Jahren dabei. Die Aufgaben sind interessant und machen Spaß, sagt sie. Sie wollte eine sinnvolle Beschäftigung haben.

Nach dem der Teich gesäubert war, konnten sich die jungen Leute an den von Bürgermeisterin Panke spendierten Donuts gütlich tun, die sich mit diesen Köstlichkeiten der Bäckerei Schmitz dafür bedankte, dass das THW mit seinen Helfern immer wieder anrückt, um den Krappsteich zu säubern.