Mobilität in Wülfrath Fußgänger sind bei Fußverkehrs-Check gefragt

Wülfrath · Wülfrath will die Wege für alle, die zu Fuß unterwegs sind, verbessern und nimmt sie unter die Lupe. Dazu gibt es am 23. August eine Auftaktveranstaltung.

An der Ecke Kastanienallee/In den Eschen ist der Treffpunkt für die erste Begehung des Fußverkerhs-Check.

An der Ecke Kastanienallee/In den Eschen ist der Treffpunkt für die erste Begehung des Fußverkerhs-Check.

Foto: Anna Mazzalupi

Es ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt, und trotzdem kommt das Gehen in der Verkehrsplanung aus verschiedensten Gründen oft zu kurz. In Wülfrath ändert sich das nun: Beim landesweiten Wettbewerb um einen Fußverkehrs-Check wurde die Stadt vom Verkehrsministerium des Landes NRW und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als Teilnehmerkommune ausgewählt. Nach der Urkundenübergabe durch Verkehrsminister Oliver Krischer am 24. Mai geht es nun buchstäblich los – mit einem öffentlichen Auftaktworkshop am 23. August.

Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung, der Politik und von Verbänden die Belange der zu Fuß Gehenden zu verbessern. Durch die Checks wird der kommunale Fußverkehr gefördert. Sie sollen dazu beitragen, in der Kommune sichere und attraktive Fußwege zu schaffen und den Fußverkehr stärker in das Bewusstsein von Politik und Verwaltung zu rücken. So kann sich eine neue Geh-Kultur entwickeln, die sich positiv auf die Aufenthalts- und Lebensqualität in Wülfrath auswirkt, so die Stadt.

Fußverkehr war lange eine unterschätzte Verkehrsart. Seit einigen Jahren ändert sich das, denn Fußverkehr ist gesund, umwelt- und klimaverträglich und sozial gerecht. Und gerade beim Fußverkehr ist das Wissen der Bürgerinnen und Bürger gefragt, denn sie sind die Expertinnen und Experten vor Ort, ihre Erfahrungen sind wichtig.

Ulrich Hornig, Betreuer der Kommune von Seiten des Zukunftsnetz Mobilität NRW, erläutert das praktische Prinzip: „Die Methode enthält mehrere Bausteine. Begehungen sind das Kernstück – vor Ort haben die Teilnehmenden die Gelegenheit, Probleme und Sichtweisen auszutauschen und neue Lösungsansätze und Ideen zu diskutieren.“ Durch den Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Verwaltung und Politik kann so auch die Beteiligungskultur gestärkt werden.

Die Begehungen werden im Auftakt-Workshop gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern vorbereitet. In einem Abschluss-Workshop werden die Inhalte und Ergebnisse der Begehungen zusammenfassend vorgestellt und erste Lösungsansätze und mögliche Maßnahmen erörtert. In allen Phasen des Fußverkehrs-Checks wird die Stadt Wülfrath vom Fachbüro VIA aus Köln unterstützt.

Der Fahrplan steht ebenfalls. Zur Teilnahme am Auftaktworkshop am 23. August sind alle interessierten Bürger herzlich eingeladen. Los geht es um 19 Uhr im Veranstaltungsraum des ehemaliges Gemeindezentrums Kastanienallee an der Kastanienallee 57. Die erste Begehung startet dann am 12. September um 7.30 Uhr an der Kreuzung Kastanienallee/In den Eschen und soll bis zum nördlichen Teil der Schulstraße führen. Die zweite Begehung ist für den 21. September ab 17 Uhr geplant. Treffpunkt ist das Rathaus. Von dort soll es Richtung Fußgängerzone gehen.

Die Eindrücke aus den etwa zweistündigen Begehungen werden gesammelt, aufgearbeitet und in einem Abschlussworkshop am 19. Oktober im ehemaligen Gemeindezentrum Kastanienallee zur Diskussion gestellt.

Interessierte melden sich bei Projektkoordinator Gerd Schlüter unter der Mailadresse g.schlueter@stadt.wuelfrath.de für die Teilnahme am Auftaktworkshop am 23. August an.

(RP)
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