Wülfrath: Stadtkulturbund erarbeitet Nachnutzungskonzept für VHS-Haus

Bürgerliches Engagement für Zukunft der Stadt : Nachnutzungskonzept VHS steht bis Ostern

Stadtkulturbund und Verwaltung arbeiten gemeinsam an der zukunftsfähigen Nutzung durch Vereine.

Die Haushaltsdebatten stehen für die Kalkstadt bevor, auch die erneute Offenlegung des Regionalplans dürfte für Diskussionen sorgen. Parallel dazu bemüht sich der Stadtkulturbund darum, sein bereits in diversen Ausschüssen des vergangenen Jahres präsentiertes Nachfolgenutzungskonzept für die stadteigene Immobile an der Wilhelmstraße, das sogenannte VHS-Haus, perfekt auszuarbeiten.

„Uns als Stadtkulturbund ist dabei wichtig, den nördlichen Teil der Stadt wieder zu beleben“, formuliert Sandra Leidig-Diekmann das übergeordnete Ziel. „Durch unsere Kooperation mit TBW und der VHS als Nutzer im Gebäude zeichnet sich jetzt schon ab, dass sowohl vormittags, nachmittags als auch in den Abendstunden reges Treiben im Gebäude erwartet werden darf.“

Damit das tatsächlich passiert, muss der bisher vorgelegte Konzeptentwurf, wie der Technische Dezernent Martin Barnat erklärt, so ausgearbeitet werden, dass er fördermittelfähig ist. „Dabei muss die Fortschreibung des integrierten Handlungskonzepts berücksichtigt werden“, heißt es über die Implementierung in „Step“. Die Zusammenarbeit zwischen den Stadtkulturbundlern und dem Dezernenten läuft, „ab Februar bekommen wir personelle Verstärkung im Planungsamt, dann können wir mit voller Kraft am Projekt arbeiten“, freut sich der Dezernent. „Wir schätzen die Zusammenarbeit mit Martin Barnat sehr, wir sind in einem guten Austausch und stehen in erster Linie gemeinsam ein für den Erhalt der Wilhelmstraße 189 im städtischen Besitz.“

Momentan liegt noch ein Teil der Aufgaben bei den Stadtkulturbund-Mitstreitern, die bereits im November 2019 erste Kontakte zu beratenden Büros für bürgerliches Engagement auf der Vernetzungsveranstaltung „41 x praktisch“ knüpfen konnten. „Nach dem Ratsbeschluss, den Verkauf des Gebäudes auszusetzen sowie die Förderfähigkeit der von uns vorgelegten vierten Variante zu prüfen, haben wir einen konkreten Beratungstermin für Ende Januar mit dem Büro ‚startklar a+b’ aus Köln vereinbart, um vor Ort unsere Idee und die Möglichkeiten weiterer Förderung und Unterstützung zu eruieren“, erklärt Sandra Leidig-Diekmann. In Abstimmung mit der Stadtverwaltung soll bis Ostern ein Entwurf der Satzung für den Trägerverein sowie der Entwurf für ein Betreiberkonzept vorliegen, die dann in besagte Step-Maßnahme eingearbeitet werden soll.

Um beantworten zu können, in welcher Höhe der Geldsegen dann erwartet werden darf, muss erst einmal ein Entwurf zum Umbau des Gebäudes erfolgen und die Kostenschätzung vorliegen. „Unser Ziel ist, 2020 einen entsprechenden Förderantrag zu stellen“, definiert Martin Barnat den groben Zeitplan.