Wülfrath: Stadt saniert Gelände der Sekundarschule

Schulausschuss in Wülfrath : Stadt saniert Gelände der Sekundarschule

Rund 330.000 Euro werden dazu durch den städtischen Haushalt bereitgestellt.

Im Schulausschuss wurde jetzt einstimmig den dringend nötigen Sanierungsarbeiten an der Sekundarschule zugestimmt. Eine in Auftrag gegebene Schulraumanalyse hat ergeben, dass für die kommenden Jahre ausreichend Platz verfügbar sei. Schulvertreter sind mit der Aussagekraft unzufrieden.

Die Asphaltdecke ist gerissen, die Feuerwehrzufahrt viel zu eng, es gibt keinen Haupteingang, Sitzmöglichkeiten fehlen, die Zuwege sind schlecht bis gar nicht beleuchtet - kurzum: das Schulgelände der Sekundarschule „Schule am Berg“ ist ein Sanierungsfall. Insgesamt rund 330.000 Euro stellt der Haushalt dafür bereit, ein Teil davon wird aus dem landesweiten Förderprogramm „Gute Schule“ finanziert. „Gemeinsam mit einer 30-köpfigen Schüler AG haben wir an dem Schulhofkonzept gearbeitet“, erklärt der beauftragte Düsseldorfer Landschaftsarchitekt Wolfgang Prechler im Schulausschuss, „vieles von dem, was sich die Schüler wünschen, wie etwa ein Outdoor-Klassenzimmer, kann aber aus Kostengründen nicht umgesetzt werden.“ Ursache dafür seien zusätzlich aufgetretene Kostenfaktoren, mit denen man vorher nicht gerechnet habe, wie etwa die völlig unzureichende Entwässerungssituation für das Regenwasser, das auf der Asphaltdecke nicht versickern kann.

Martin Sträßer greift das Thema unter der derzeitigen Klimaschutzdiskussion auf. „Ist die Verbauung von Asphalt überhaupt noch vertretbar in Zeiten, in denen Steingärten zunehmen verboten werden. Wäre eine Pflasterung nicht eine gute Alternative?“, will der CDU-Landtagsabgeordnete und Schulausschussvorsitzende von dem Experten wissen. Die Antwort ist eindeutig: Eine Grünflächenpflege, wie dann nötig, sei schlicht nicht durchführbar. Die Arbeiten sollen in den nächsten Sommerferien beginnen.

Positive Nachrichten zum Thema Schulraumplanung hat Wolf Krämer-Mandeau von der Bonner Beratergruppe Biregio, spezialisiert auf Datenerhebungen im Bereich Schule und Stadtentwicklung: Es gibt derzeit und auch in der näheren Zukunft keinen nennenswerten Mehrflächenbedarf an Wülfraths Schulen - das habe die Analyse unter Berücksichtigung der Geburten- und Schülerzahlen und der voraussichtlichen demographischen Entwicklung gezeigt.

Statt Geld für Neu-oder Anbauten auszugeben, rät Krämer-Mandeau zur Raumoptimierung, zur „inneren Veredelung“. Sowohl eine Vertreterin der Sekundarschule, als auch der Schulleiter des Gymnasiums gaben zu bedenken, dass es nicht nur um das reine Platzangebot in einer Schule gehe, sondern dass dies auch mit dem jeweiligen pädagogischen Konzept kompatibel sein müsse. Daher sollen zeitnah Beratungsgespräche stattfinden.

(dani)
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