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Wülfrath: Sekundarschule Am Berg lädt zum Tag der offenen Tür

Tag der offenen Tür bei der Sekundarschule Am Berg : Schule der Zukunft als Projekt

Am Tag der offenen Tür zeigen Sekundarschüler auch die Ergebnisse der Projektwoche.

Wenn die Schule am Berg mit Schulleiter Reto Stein sich Samstag am Tag der offenen Tür vorstellt, präsentiert sie auch die Ergebnisse ihrer aktuellen Projektwochenarbeit „School for Future (Schule für die Zukunft)“.

„Das sind alles Themen, die wir auch im Unterricht durchnehmen“, berichtet Lena Grün. „Aber was sonst oft nur theoretisch behandelt wird, haben wir jetzt in der Praxis erprobt“, führt die Zehntklässlerin aus. Ebenso wie die 15-Jährige, die sich in ihrer Arbeitsgruppe mit Aspekten des Rassismus’ beschäftigt hat, haben sich auch alle anderen knapp 500 Mitschüler zukunftsweisenden Themen gewidmet. Felix Obermayer aus der 7b beispielsweise baute mit den Klassenkameraden Mülleimer aus Tapete. „Bislang haben wir in jedem Klassenzimmer bloß einen Mülleimer“, erzählt der 14-Jährige. In den wird alles verklappt, was weggeworfen wird. „Nun haben wir eine eigene Blaue Tonne gestaltet“, sagt er nicht ohne Stolz. Aus Tapete und Kleister wurde quasi ressourcenschonend gewerkelt und zugleich upgecyclet. Und die Idee soll in Serie gehen, Samstag sollen die Öko-Mülleimer verkauft werden und dann im Testlauf in die Klassen des Jahrgang sieben verbracht werden.

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Wie sich Reste verwerten lassen, wollten auch Maja und Diyan (beide 12 Jahre) wissen. „Wir haben uns mit Nahrungsmitteln und gesunder Ernährung beschäftigt“, erzählt Diyan. Denn nur, weil etwas übrig bleibt, muss es nicht entsorgt werden. „Da lassen sich neue Sachen draus machen“, weiß er, und die so errungenen Ernährungstipps, Ideen zur Ressourceneinsparung („Kühlschrank runter drehen, wenn man nicht da ist“, wie Maja hinzufügt) und nataürlioch „keinen Coffe to go beim Bäcker im Plastikbecher kaufen, sondern seinen eigenen Becher mitnehmen“, sind Arbeitsergebnisse, die die Projektgruppen nun vorstellen.

„Ein uncooles Thema“ seien letztlich Ideen, wie den Verbrauch zu reduzieren oder sich lieber nicht von den Eltern im Auto chauffieren zu lassen, sondern selbst aufs Rad zu steigen. „Denn all das bedeutet Verzicht“, wie Lehrerin Anette Wernitz erklärt. Aber nur, wenn genau dieses Umdenken eingeleitet wird, könnten Katastrophen wie Überschwemmungen, CO2-Ausstoß und schlechten ökologischen Fußabdrücken begegnet werden. „Wir wollen informieren“, sagt die Lehrerin. Und damit die Infos nicht mit Ende des  Projekttags verloren gehen, wird auch ein Büchlein gestaltet. 52 Seiten soll es umfassen und für jede Woche des Jahres einen umsetzbaren Tipp beinhalten. Die Liste ist lang und reicht von der Plastikvermeidung über Maßnahmen zum Energiesparen. Außerdem ist eine „permanente, kleine Ausstellung“ geplant. Ausgewählte Exponate werden in einer Vitrine ausgestellt. Und: Daan Müller und Nick Rothe (beide 14) haben das komplette Projekt als Fotos mit kurzen Erläuterungstexten dokumentiert. Ihre Dokumentation wird auf der schuleigenen Homepage hinterlegt.