Ausschuss für Umwelt und Ordnung Sauberkeitsinitiative wird fortgesetzt

Wülfrath · Gegen die Vermüllung des öffentlichen Raums soll weiter vorgegangen werden. An drei weiteren Standorten, unter anderem in der City, sollen nun beispielsweise weitere Altpapier-Container aufgestellt werden.

 Abfallberaterin Ulrike Eberle hat das Sauberkeitskonzept fortgeschrieben. Der Dreck weg Tag, hier ein typisches Bild mit Fundstücken eines vergangenen Aktionstages, gehört mit dazu.

Abfallberaterin Ulrike Eberle hat das Sauberkeitskonzept fortgeschrieben. Der Dreck weg Tag, hier ein typisches Bild mit Fundstücken eines vergangenen Aktionstages, gehört mit dazu.

Foto: Janicki, Dietrich (jd-)

Es gibt verschiedene Aspekte, die im Wettbewerb für eine Stadt sprechen. Einer der so genannten sanften Faktoren ist die Optik in Bezug auf Sauberkeit. Der Ausschuss des Stadtrats für Umwelt und Ordnung hat ein entsprechendes „Konzept für ein sauberes Wülfrath“ zunächst einhellig gelobt und dann einstimmig beschlossen.

Der Sitzungstermin fand jetzt in der Sporthalle an der Goethestraße, statt wie zunächst vorgesehen im Großen Sitzungssaal des Rathauses, statt. Das neue, nun vorgelegte siebzehnseitige Papier baut auf der vor 15 Jahren entwickelten Vorgängerstrategie mit dem Titel „Sauberes Wülfrath - Bausteine auf dem Weg zur sauberen Stadt mit Wohlfühlcharakter“ auf.

Beeindruckt zeigte sich davon der Ausschussvorsitzende André Herbes: „Als ich die Vorlage gelesen habe, war ich überrascht, wie intensiv in der Verwaltung an dem Thema Sauberkeit gearbeitet wird. Das Konzept ist wie ein bunter Blumenstrauß, aus dem sich jeder etwas heraussuchen kann.“

Ausgehend von dem Grundmotto, Stadtsauberkeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe, sind bildungsbezogene Kampagnen mit den Kitas und Schulen ebenso vorgesehen, wie die standardisiert durchzuführende Reinigungsleistungen der Bauhofmitarbeiter sowie der letztliche Einsatz von Sanktionsmaßnahmen.

Als Hauptproblem ist das zunehmenes Phänomen des so genannten Littering, dem unbedachten Ablegen von Abfällen im öffentlichen Raum, erkannt worden. Darüber ärgert sich auch Bürgermeisterin Claudia Panke in ihrem Wortbeitrag über das Fehlerhalten einiger Bürger: „Man schafft es oft nicht, seine Kartons in den Container zu werfen. Es scheint einfacher zu sein, sie daneben zu stellen.“

Dem Management von Altpapiermüll ist ein Schwerpunkt zugewiesen. Durch das vermehrte Bestellen von Warenpaketen fällt heute wesentlich umfangreicher Kartonage an als in den vergangenen Jahren.

Wülfrath verfügt mit derzeit zwei Depotcontainerstandorten an der Goethestraße sowie in der Ellenbeek über wesentlich weniger öffentliche Entsorgestellen als etwa Mettmann mit jeweils 24, Heiligenhaus mit 41 oder Velbert mit 72 Standorten. Allerdings wird in der Kalkstadt die blaue Tonne zweiwöchtlich geleert – in anderen Nachbarstädten passiert dies nur monatlich. Dennoch sieht das Konzept vor, drei zusätzliche Standorte – je einen in der Innenstadt, Düssel und Rohdenhaus – zu schaffen. Zudem wird der Leerungsrhythmus von einmal auf zweimal wöchentlich erhöht.

Abfallberaterin Ulrike Eberle, die federführend das neue Konzept erstellt hat, wies darauf hin, dass daher mit zusätzlichen Kosten von 13000 Euro pro Jahr zu rechnen ist: „Von der Vermarktung des Altpapiers bekommen wir einen Teil als Erlös.“ Dieser Betrag, so führte sie aus, „deckt bei weitem nicht die Gesamtkosten der Entsorgung ab“.

Andere Ideen und Initiativen, wie die beispielsweise die Bereitstellung einer Müllstellenmeldeapp mit einer Investionssumme von 650 Euro, sind vergleichsweise kostengünstiger umsetzbar.

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