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Wülfrath: Renovierung Kindergarten Hundertwasserhaus

300.000 Euro für Renovierung und Umgestaltung in Düssel : Umgestaltung Kindergarten Düsseler Tor

Im zweiten Bauabschnitt am „Hundertwasser-Kindergarten“ der evangelischen Kirche sollen jetzt Fassaden plus Spielflächen neu gestaltet werden. Für diese Maßnahmen stehen 300.000 Euro sowie drei Monate Zeit zur Verfügung.

Es ist eines der markantesten Gebäude der Stadt, sowohl die goldene Kuppel als auch die kunterbunten Farben kennzeichnen den Hundertwasser-Kindergarten. Offiziell heißt die Einrichtung „Düsseler Tor“ und ist derzeit eine Baustelle. Nachdem im vergangenen Jahr die beiden markanten Türme aufwendig renoviert wurden, realisiert der Träger, die evangelisch reformierte Kirchengemeinde, jetzt den zweiten Bauabschnitt.

„Das Kleid ist nicht mehr in Ordnung“ sagt Baukirchmeister Manfred Hoffmann prosaisch über die Fassade, die als Gesicht des Gebäudes aufgehübscht werden muss. Wobei es nicht nur um die Optik geht. „Die Mängel, die bei der Umsetzung der Baupläne einst bauhandwerklich entstanden, müssen jetzt behoben werden.“ Bereits 2017 musste der Boden der Turnhalle aufgenommen werden, da er schimmelte. Auch beim Bau der Attika sind Löcher entstanden, in die Wasser lief. „Und sich sammelndes Wasser ist Gift für jeden Bau.“ Mit diesem Aufwand und Umfang zu sanieren, ist „eine Investition in die Zukunft“ und ein Zeichen der evangelisch reformierten Kirchengemeinde, dass sie zum Gebäude steht.

„Aktuell steht die Fassadenrenovierung an“, erklärt der Baukirchmeister. Auch die Attika wird ersetzt „und wenn wir schon dabei sind, gehen wir auch das Spielgelände an“, führt er aus. „Es ist 20 Jahre alt“. Die Pläne für die umfassenden Maßnahmen im so genannten zweiten Bauabschnitt hat Architekt Rainer Gebauer entworfen.

„Die Grundsanierung ist notwendig und erfolgt nicht bloß oberflächlich, sondern geht in die Tiefe“, erläutert der Architekt. 300.000 Euro werden insgesamt investiert, um die anstehenden Aufgaben realiseren zu können. Drei Viertel der Summe entfallen aufs Gebäude, ein Viertel auf den Spielplatz, bei letzterem könnten sich Überraschungen im Gelände auftun. In Zusammenarbeit mit den Erzieherinnen der Kita „Düsseler Tor“ wurde die Spielflächenplanung vorgenommen, die – unter Berücksichtigung eines Sicherheitskonzepts – einzelne Elemente an neue Positionen verschiebt.

So wird beispielsweise auf dem leicht abschüssigen Areal die bisherige Wasserfläche von oben nach unten verlegt und zu einem richtigigen Wasserspielplatz mit Matschanlage. Die Schaukeln rückt auf den frei werdenden Platz nach oben. Neu entstehen eine Rasenfläche und eine Art Mini-Piste, auf der die Kleinen in den Bobby Cars Rennen fahren können. Der Sand aus den Buddelkisten übrigens wird auch ausgetauscht.

Nicht investiert wird in neue Spielelemente. Und unberührt bleibt noch immer die goldene Kuppel – einem Rund aus Kupferblech mit Blattvergoldung. Um sie irgendwann wieder in einen vollkommen makellosen Zustand zu bringen, braucht es Sponsoren.