Wülfrath: "Wülfrath pro" steht vor dem Aus

Wülfrath: "Wülfrath pro" steht vor dem Aus

Die Händlerinitiative braucht mindestens ein neues Vorstandsmitglied. Bis zum Jahrestreffen bleiben noch zwei Wochen Zeit.

Die Lage ist akut. "Jetzt heißt es alles oder nichts!" - der Vorstand der Wülfrather Werbegemeinschaft schlägt Alarm und sieht so manche Aktion in der Innenstadt wie die verkaufsoffenen Sonntage oder das Kartoffelfest in Gefahr.

Wülfrath pro steht vor dem Aus. Wenn sich in den nächsten zwei Wochen keine Nachfolge für den Vorstand findet, wird der Verein aufgelöst werden müssen. Denn am Mittwoch, 28. Februar, ist die Hauptversammlung der Werbegemeinschaft der Kalkstadt terminiert.

Für Karin Schwanbeck und Melanie Wolfram endet auf dem Jahrestreffen ihre zweijährige Arbeit als Vorstand. Das war von Anfang an so angekündigt, aber dass ihre beruflichen Wege sie aus der Wülfrather Innenstadt geführt haben, bestärkt ihre Entscheidung zusätzlich. "Wir glauben, dass es für die Zusammenarbeit schon förderlich ist, wenn der Vorstand auch in Wülfrath ansässig ist. Man bekommt vieles direkter mit und ist einfach näher dran am Geschehen", fasst Melanie Wolfram die schwierige Lage zusammen.

In den vergangenen zwei Jahren hat der Vorstand der Wülfrather Werbegemeinschaft vieles erarbeitet und dokumentiert, was potenziellen Nachfolgern die Arbeit deutlich erleichtern würde, doch nach vielen Gesprächen hat sich bisher niemand bereiterklärt, diese Nachfolge anzutreten, heißt es. Das derzeitige dritte Vorstandsmitglied Dirk Herbener würde dem Verein in seiner Funktion als Vorstand erhalten bleiben. Laut Satzung benötigt Wülfrath pro jedoch mindestens ein weiteres Vorstandsmitglied, um nach wie vor entscheidungs- und geschäftsfähig zu bleiben.

  • Jetzt sind alle gefordert

Der noch amtierende Vorstand der Werbegemeinschaft appelliert eindringlich: "Die fehlende Arbeit von Wülfrath pro würde in der angeschlagenen Innenstadt eine weitere große Lücke hinterlassen." Die verkaufsoffenen Sonntage gehörten bisher ebenso zu den vom Verein organisierten Veranstaltungen wie der beliebte Kinder-Trödelmarkt und vor allem das Kartoffelfest im Herbst, das tausende Besucher anzieht. Fest steht aus Sicht von Wülfrath pro: Ohne den Verein und seine Arbeit wird es deutlich ruhiger im Jahreskalender der Innenstadt werden. "Bei den derzeitigen Leerständen und Geschäftsaufgaben wäre dies ein katastrophales Signal."

Die in den 1970er Jahren gegründete Werbegemeinschaft der Kalkstadt besteht nicht nur aus Einzelhändlern und Dienstleistern, auch Privatpersonen sind Mitglied, können Mitglied werden und sich um die Vorstandsarbeit bemühen, teilt Karin Schwambeck mit. Sie wirbt eindringlich um Mitstreiter: "Für Gespräche mit Interessenten steht der bisherige Vorstand in der Zeit bis zur Jahreshauptversammlung gerne zur Verfügung. Die Versammlung selbst ist nicht öffentlich, daher bitten wir eventuelle Interessenten, sich frühzeitig zu melden."

Kontakt aufnehmen können Interessierte unter vorstand@wue-pro.de.

(RP)