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Wülfrath: Oliver Henrich scheidet bei "Voice of Germany" aus

Wülfrather verpasst Halbfinale : Aus für Olli Henrich bei TV-Show

Der Wülfrather Frontmann der Band „Bounce“ performte sich bei „The Voice of Germany“ in die Herzen der Fans. Die Jury sortierte ihn vor dem Halbfinale aus.

Aus der Traum, als Deutschlands nächste Superstimme gefeiert zu werden. Zwar begeisterte Oliver „Olli“ Henrich mit seiner Performance wie gewohnt Fans und Zuhörer. Allerdings hat der Auftritt letztlich nicht die Jury überzeugt und bescherte ihm deswegen nicht den Einzug ins Halbfinale. Bei der Castingshow „The Voice of Germany“ ist der Wülfrather Sänger und Songwriter in der dritten Runde ausgeschieden.

Nach dem olympischen Gedanken „Dabei sein ist alles“ war der Frontmann der Band „Bounce“ und Teil des „Dynamischen Duos“ in der Castingshow angetreten und präsentierte in seinem letzten Fernsehauftritt nochmals die Bandbreite seines Könnens. Und zwar nicht wie gewohnt rockig-kernig, sondern balladenhaft-sanft. Seine Interpretation des Songs „This is a story that I have never told“ war also alles andere als wie bislang „krachend“ – ganz so wie es die beiden Jurorinnen und Betreuerinnen Yvonne Catterfeld und Stefanie Kloß vorab verkündet hatten. Sie nämlich wollten den Rocksänger mal so klingen lassen, wie er es bisher noch nie getan hatte: schmusig.

Dem frenetischen Applaus der Zuhörer nach zu urteilen war dieser gefühlvolle, stimmgewaltige und viele Facetten des Könnens zeigende Auftritt ein ganz großer Knaller. Das kam übrigens nicht von ungefähr, in der Vorbereitung zum Auftritt hatte sich der berühmte Sänger Clueso als Gast-Coach um Olli Henrich gekümmert. „Unfassbar, wo lernt man so was?“, war er vom Talent des Wülfrathers schier angetan. Allerdings geht es in der Castingshow nun sprichwörtlich um die Wurst, elf Künstler des Coach-Duos Catterfield/Kloß kämpften um zwei sogenannte Hot Seats fürs Halbfinale – und gaben sich natürlich allergrößte Mühe zu gefallen.

„Ich genieße jeden Moment, wenn du singst“, attestierte zwar Juror Samu Haber dem Wülfrather Musiker großes Können. „Was Du veranstaltet hast, war unglaublich“, fand auch Stefanie Kloß, womit der sehnsüchtig angestrebte Hot Seat sicher zu sein schien. Vielleicht, um den Spannungsbogen hoch zu halten, vielleicht, weil sich die Coaches tatsächlich uneins waren – eventuell, weil es keiner Erklärung bedarf, war die Entscheidung dann aber eine Überraschung: „Mit Frauenpower gehen wir weiter“, lautete schließlich das Votum gegen den Wülfrather.

Anstelle dessen wurde seine Konkurrentin Dimi Rompos eine Runde weiter gewunken. Sie ist ein sogenannter All-Star. 2015 hat sie es im Team Stefanie Kloß bis ins Halbfinale der Castingshow geschafft. Einen eigenen Song hatte sie komponiert, den sie nun perfomen möchte. Die nächste Folge des beliebten Casting-Formats soll am Nikolausabend, 6. Dezember, um 20.15 Uhr ausgestrahlt werden.

Oliver Henrich hat es zwar nicht bis ins Finale geschafft, ist aber so etwas wie ein Sieger der Herzen. Und von der neu gewonnen Fernseh-Popularität wird er sicherlich bei kommenden Auftritten mit „Bounce“ und dem Dynamischen Duo profitieren können.

Wobei die Auflagen der Pandemie natürlich umfangreiche Gastspiele derzeit unterbinden. Aber total lokal können Fans ihren Helden erleben. Geplant sind virtuelle Auftritte auf dem Herzog-Wilhelm-Markt in Wülfrath sowie dem Mettmanner Weltspiegel-Theater.