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Wülfrath: Nikolai Burchartz gibt Sofakonzerte mit aktuellen Liedern

Liedermacher spielt Platte ein : Nicolai Burchartz besingt niedliche Hunde und das Leben

Zwischen Gassihauern und Hundepoesie entfaltet sich das musikalische Universum von Nicolai Burchartz. Der Wülfrather hat, Crowdfunding sei Dank, eine neue Platte besungen. „Ich habe mich mit Hunden beschäftigt, aber eigentlich ging es auch um deren Menschen.“

Hunde, Menschen, Emotionen – das Konzept des neuen Albums von Nicolai Burchartz war von Anfang an eine runde Sache. Nun hat der Liedermacher diesen Rahmen mit Gitarrenmusik gefüllt. Entstanden sind zehn fabelhaft durch Poesie gefasste Einblicke in Hundeleben.

Burchartz schließt die Schatzkiste auf: „In Wahrheit ist es gar kein Hundealbum, sondern ein Menschenalbum.“ Fröhliche Leichtigkeit und tiefstgehende Melancholie ist die Mischung, die Burchartz‘ Musik prägt und die Hunde wie Menschen dann und wann empfinden. Mitgeholfen, für jeden Track eine Mikrosphäre zu schaffen, haben viele kreative Köpfe. Besondere Freude bereitet das Wirken von Johanna Eicker – nicht nur, aber auch, mit ihrer Band „The Black Sheep‘, die einige zaubertragende Zweitstimmen eingesungen hat. So geleitet sie überzeugend bei der Mutmacher-Ballade Josie‘, zu der im kommenden Monat ein Musikvideo entstehen wird, Zeilen voller Zuversicht ins Mikrofon.

Auch Bass spielt Eicker, doch der bleibt wie es dessen Art ist, im Hinteruntergrund. Ebenfalls wie sie aus Köln, wo auch Burchartz lebte, ehe es ihn nach Düssel zog, reiste Lothar van Staa an, der Saxophon-Swing spielt und damit dem coolen „Kenny“, der unbändigen „Lady“ und dem sich neu erfindenden „Campino“ zu stilechten Auftritten verhilft.

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Bei letzterem Lied der Platte griff Aufnahmeleiter David Ropertz im Düsseldorfer Tonstudio selbst zur E-Gitarre und malte sprichwörtlich das Klangbild fertig. Julia Jech, mit ihrem flottem Fidelspiel und spannenden, weil so seltenen, Pianoeinlagen, sowie Cajónist Matthias Hülshoff sind zum wiederholten und bewährten Mal in Burchartz‘ Band zu hören. Das Artwork, also die Illustrationen des Covers und des Beihefts, stammen von Hanna Ligeti. Sie hat all jenen Hunde, die auf dem Album einzeln vorgestellt werden, auf Papier zur Rudelzeichnung künstlerisch vereint.

Eine Konzertparty zur Albumveröffentlichung ist zunächst nicht geplant, aber Nicolai Burchartz beginnt wieder mit so genannten Sofakonzerten und im August geht es auf Tour in die Schweiz. Darüber hinaus erreichen ihn Aufträge, doch einen persönlich zugeschnittenen Song über ganz besondere Hunde zu schreiben.

Schier für ewig in Erinnerung bleibend und unglaublich intensiv gerät Burchartz‘ Abschiedslied „Alles gut“, dass er seiner im Dezember überraschend gestorbenen Schäferhütehündin „Frida“ gewidmet hat. Sie hatte ihn vor anderthalb Jahren auf die Idee zu dem Hundealbum gebracht. „Frida“ ist in Düssel bekannt wie der viel zitierte bunte Hund, da hier ihre Lieblingsspazierstrecken lagen. Inzwischen läuft hier die schwarzknäulige „Giti“ stets freudig gelaunt an des Liedermachers Seite bergauf und flussab. Einen „Giti“-Song gibt es noch nicht – mit Betonung auf noch, denn jede Melodie hat ihr eigenes Reifetempo. Hündin und Herrchen lernen sich gerade erst jeden Tag ein bisschen besser kennen.