Wülfrath: Mundart-Zeitung Blatt op Platt

Mundart im Niederbergischen Museum Wülfrath : „Blatt op Platt“ im Niederbergischen Museum

Die Mundart-Gruppe am Niederbergischen Museum hat ein gemeinsames Ziel: Das „Berjische Platt“ darf nicht aussterben. Jetzt steuert sie ein wichtiges Kapitel in der Mundart-Zeitung „Blatt op Platt“ bei.

Froh, glücklich und zufrieden ist Initiator Marc Real über die Realisierung seines Projekts. Denn „Dat Blatt op Platt“, die Zeitung in den bergischen Mundarten, ist fertiggestellt. Samstag, 25. Januar, 15 Uhr, wird sie im Niederbergischen Museum vorgestellt.

16 Seiten stark, in vier Regionalteile strukturiert, wovon das Niederbergische mit Wülfrath und Mettmann ein Kapitel einnehmen, kommt das spezielle Blatt kostenfrei heraus. „Möglich machte das der ‚Heimatscheck’’, erzählt der 21-jährige Herausgeber. Besagte finanzielle Unterstützung umfasste 2000 Euro Förderung, „wovon Kamera und Mikrophon angeschafft werden mussten“, wie er vorrechnet. Außerdem wurde ein Anstecker mit bergischem Motiv erstellt und davon 300 Stück produziert. Vom Restbudget in Höhe von knapp 1000 Euro glaubte der junge Jura-Student und Sprachliebhaber („ich habe mich irgendwann gefragt, wie es geklungen hätte, wenn ich vor hundert Jahren gelebt und gesprochen hätte“)3000 Zeitungen drucken lassen zu können. „Nun sind es 12.000 Exemplare geworden, 4000 davon sind bereits reserviert“, freut er sich über die gute Resonanz.

Die umfassenden Regionalteile des Plattkaller-Blatts dokumentieren, die „gelebte und noch immer vorhandene Vielfalt an Sprache“. Natürlich sei diese Art von Soziolekt und Mundart nicht mehr so allgegenwärtig wie einst. Damit aber diese Facette von Kulturgeschichte dokumentiert und weitergegeben werden kann, ist das „Blatt op Platt“ unter anderem gedacht. Als Multiplikator wird es außerdem in soziale Netzwerke gestellt.

„Ich habe noch viel Material, das für weitere Ausgaben reichen würde“, könnte es Fortsetzungen geben.

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