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Wülfrath: Martinszug fällt aus, Herzog-Wilhelm-Markt findet statt

Geselligkeit in Wülfrath : Martinszug fällt aus, Herzog-Wilhelm-Markt findet statt

Marktbesucher müssen geimpft oder genesen sein und einen Euro Eintritt zahlen. Damit wird der kontrollierende Sicherheitsdienst finanziert.

(hup) Schweren Herzens hatten die katholische Kirchengemeinde St. Maximin und die Förderungsgemeinschaft St. Georg am Montag den traditionellen Martinszug für dieses Jahr Pandemie-bedingt abgesagt (RP berichtete). Wegen der Größe der Veranstaltung (üblicherweise rund 2500 Teilnehmer) und dem noch fehlenden flächendeckenden Impfangebot für Kinder in der Haupt-Zielgruppe sei das Risiko einfach zu hoch, die Absage damit unumgänglich. Derzeit tüftelt die Fördergemeinschaft an alternativen Aktionen zum Namenstag des Heiligen Martin, Details dazu will sie so schnell wie möglich bekannt geben. 

Intensive und durchaus kontroverse Diskussion hat es auch beim Förderverein Herzog-Wilhelm-Markt (HWM) gegeben, wie der Verein mitteilt. Am Ende wurde aber beschlossen, den vorweihnachtlichen Markt auf dem Kirchplatz in diesem Jahr wieder stattfinden zu lassen. Am Freitag, 26. November, soll Eröffnung gefeiert werden, so gesellig wie dies unter den (dann geltenden) Bedingungen möglich ist.

Denn nich kann niemand sagen, wie die Lage Ende November sein wird. „Es bleibt dabei, dass es ein Stück weit ein Lesen in der Glaskugel ist. Stand heute wollen wir den HWM veranstalten und dafür die Maßnahmen ergreifen, die die Coronaschutzbestimmungen vorsehen. Wir stehen in engem Kontakt mit dem Ordnungsamt, um unser Konzept veränderten Anforderungen anzupassen. Wir wissen aber nicht, was in zwei Monaten ist“, unterstreicht der Vorsitzende Hans-Peter Altmann. Die Mitgliederversammlung hat sich darauf geeinigt, dass der HWM 2021 unter 2G-Regeln geöffnet werden soll. Das heißt, dass Besucherinnen und Besucher geimpft oder genesen sein müssen. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre sind von dieser Regelung ausgenommen. Auch das hat die Versammlung ohne Gegenstimme beschlossen. Der HWM-Förderverein wird einen Sicherheitsdienst verpflichten, der 2G kontrollieren wird.

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„Es gibt einen Haupteingang zum Markt“, sagt Altmann. Damit der Sicherheitsdienst finanziert werden kann, kostet der Marktbesuch in diesem Jahr pro Besucher einen Euro Eintritt. Wer mag, kauft gleich ein Wochenticket, das fünf Euro kostet. Dafür gibt es dann ein Armbändchen. Die 2G-Regelung gilt auch für die Betreiber und Bediensteten in den Buden. „Wir werden das kontrollieren“, kündigt Altmann an. 

Wie er berichtet, sind vier der 30 Buden aktuell nicht besetzt, da die Betreiber aus verschiedenen Gründen ein Jahr aussetzen wollen. Wer Interesse hat und in diesem Jahr eine HWM-Bude übernehmen möchten, meldet sich per E-Mail an hans-peter.altmann@arcor.de.

Der Vorstand plant auch ein abendliches Bühnenprogramm, mit Unplugged- und Acoustic-Konzerten, wie Schriftführer und Programmplaner Michael Laschet erläutert. Das habe auch Kostengründe. Es sei nicht abzusehen, wie viele Sponsorengelder eingeworben werden können. Die Stadt hat dem Verein bereits einen Zuschuss von 5000 Euro für den Markt zugesichert. „Das hilft uns weiter, weil die Kosten in diesem Jahr deutlich höher sein werden. Auf- und Abbau der Buden wird zum Beispiel um 50 Prozent teurer“, so Altmann.